Neuer Trainer baut auf eigenen Nachwuchs
Tim Helmke über Chancen und Aussichten des Fuldaer Oberligisten
Fotos: (3): Tobias Herrling
07.11.2017 / BASKETBALL -
Vier Spiele waren in der Basketball-Oberliga gerade gespielt, da musste sich die FT Fulda schon nach einem neuen Trainer umsehen. Nach vier Niederlagen trat Andreas Michalowicz beim Aufsteiger zurück. Sein Nachfolger kam aus den eigenen Reihen: Tim Helmke ist nun für die „Roadrunners“ verantwortlich. Doch sein Debüt verkam zu einem unverhofften Testspiel.
Weil am Wochenende die Turnhalle im Sportbad Ziehers, der eigentlichen Spielstätte der Basketballer, zur Durchführung der hessischen Kurzbahnmeisterschaften benötigt wurde, wichen die Basketballer in die Heinrich-Gellings-Halle aus. Das Problem: dort entsprechen weder die Dreierlinie, noch die Bretter den neuen Regularien – Fulda stand schon vor dem Spiel als Verlierer fest. So verkam die 56:83 (25:41)–Niederlage zu einem Testspiel.
Gänzlich unzufrieden zeigte sich Tim Helmke mit seinem Debüt gegen den Regionalliga-Absteiger aber nicht. „Ich finde es gut, dass trotzdem gespielt wurde“, sagt Fuldas neuer Trainer im Gespräch mit ON|Sport, „wir haben auch gut in das Spiel gefunden und in der Anfangsphase gezeigt, was wir können.“ Sein Hauptaugenmerkt legt der 33-Jährige, der im letzten Jahr noch selbst spielte, künftig auf die Defense.
„Unsere Angriffe sollen näher am Korb beginnen“, erzählt Helmke, „so schaffen wir mehr Anspielstationen und öffnen Räume. Wir haben Spieler, die solche nutzen können“, zeigt der gelernte Sport- und Gesundheitstrainer seine spielerischen Vorstellungen auf. Dass der Aufsteiger, der ohne Punkt am Ende der Tabelle liegt, das Zeug zum Klassenerhalt hat, davon ist Helmke überzeugt.
„Natürlich wird es eine schwere Aufgabe. Aber wir haben Potential und erfahrene Spieler in den Reihen“, so Helmke, der einst als Spieler beim USC Freiburg in der zweiten Liga aktiv war. Bei den Turnern ist Helmke bereits für die U16 und die U18 verantwortlich, nun hat er mit den Herren noch eine dritte Mannschaft übernommen. „Den Großteil des Teams kenne ich ja noch. Das war ausschlaggebend, dass ich das Amt übernommen habe“, begründet Helmke, den zu seiner Freiburger Zeit der Gedanke, einmal als Trainer zu arbeiten, gepackt habe.
„Damals gab es ein Big-Brother-System, bei dem jedem Spieler ein Nachwuchsspieler zugeordnet wurde“, erzählt Helmke, „da hat es mich gepackt, Spieler wachsen zu sehen und sie zu verbessern.“ Auf den eigenen Nachwuchs schielt Tim Helmke auch als Herrentrainer der „Roadrunners“. „Wir müssen die Durchlässigkeit sichern“, fordert der 33-Jährige, „wir haben einen großen Zulauf und im Nachwuchs großes Potential“.