Klinikum investiert in Brandschutz
Feuerwehren mit mobilen Rauchverschlüssen ausgestattet
Fotos: Gerhard Manns
04.11.2017 / BAD HERSFELD -
Den Feuerwehren der Städte Rotenburg und Bad Hersfeld wurden vom Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld, Martin Ködding, je ein mobiler Rauchverschluss im Wert von 800 Euro pro Gerät übergeben. Bad Hersfelds Stadtbrandinspektor Frank Jakob und sein Rotenburger Amtskollege, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dirk Riemenschneider, waren zur Übergabe gekommen. Der Brandschutzbeauftragte des Klinikums Torsten Wennemuth führte einen der beiden Rauchverschlüsse auch gleich praktisch vor.
Der Auslöser zur Beschaffung solcher überbreiter Rauchverschlüsse war eine der regelmäßig stattfindenden Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, die für die Feuerwehr Bad Hersfeld im Klinikum stattfinden, wobei der Brandschutzbeauftragte Torsten Wennemuth die Einsatzkräfte auf den neuesten Stand des Brandschutzes im Klinikum bringt. Auf einer solchen Veranstaltung wurde festgestellt, dass die Feuerwehr Bad Hersfeld und auch die Rotenburger Wehr nicht über solche Geräte verfügen. Nachdem Torsten Wennemuth dies der Geschäftsleitung mitgeteilt hatte, entschloss man sich, drei solcher überbreiten mobilen Rauchverschlüsse (1,40 Meter) zu beschaffen und je einen der Feuerwehr Rotenburg und Bad Hersfeld zur Verfügung zu stellen. Der dritte wird im Klinikum vorgehalten und kann bei Bedarf sofort im Haus eingesetzt werden.
Diese überbreiten Rauchverschlüsse sind speziell für Einsätze in Kranken- und Pflegeeinrichtungen entwickelt worden. Die beiden Wehren werden diese beiden Spezialgeräte zukünftig auf einem Löschfahrzeug mitführen und können diese auch bei möglichen Einsätzen in allen übrigen Kranken- und Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet einsetzen. Wie Torsten Wennemuth berichtete, sponsert die Sparkassenversicherung schon seit einigen Jahren den Feuerwehren im Kreisgebiet Rauchverschlüsse in normaler Türbreite, aber nur für die Gemeinden, die auch bei ihrem Institut versichert sind.
Wird der mobile Rauchverschluss in Kombination mit taktischer Belüftung eingesetzt, steigert dies weiter die Effektivität. In diesem Fall entweicht praktisch kein Rauch mehr durch die Tür. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dafür auch eine Abluftöffnung im verrauchten Bereich vorhanden sein muss. Ziel dieser Technik ist es, die heißen Brandgase aus anderen Räumen oder gar Treppenhäusern herauszuhalten. Die giftigen und auch ätzenden Bestandteile des Qualms werden dadurch für Anwohner und Sachwerte nicht gefährlich. Insbesondere rauchfreie Treppenräume sind für die Rettung von Menschen bei Gebäudebränden sehr wichtig. Darüber hinaus könnten heiße Gase sich auch oben im Gebäude ansammeln und eventuell an anderer Stelle einen weiteren Brand verursachen. (Gerhard Manns) +++