„Es schläert zesomme“ – und wie!
Fünfter Mundartabend der Kolpingfamilie Hünfeld
Foto: privat
01.11.2017 / HÜNFELD -
Zwei ausverkaufte Vorstellungen in der Stadthalle Kolpinghaus, beste Stimmung, ein begeistertes Publikum, ein griechischer Wirt, der die Gäste auf Platt begrüßte – ohne Worte: Beim fünften Mundartabend der Kolpinger kam alles zusammen: der Dialekt, die Kirche, die Mundart. Verpackt in spitzfindige Anekdoten, locker und lustig auf der Bühne präsentiert.
Wer wissen wollte, warum die Hünfelder als „Gaalbern“ und die „Steimicher“ als „Weckfresser bezeichnet werden, wie das mit dem „Besuch“ des mutmaßlich kleinsten Kaisers Napoleon abgelaufen ist und warum Dichterfürst Goethe so negativ über die Hünfelder schrieb – der war am vergangenen Wochenende beim „doppelten Mundartabend“ richtig.
Die Hünfelder Kolpingfamilie, seit Jahren schon der Mundartpflege verbunden, hatte zur Freude aller Platt-Schwätzer zu ihrem fünften Mundartabend eingeladen. Musikalisch umrahmt und begleitet wurde das Programm durch die Rückerser Dorfmusikanten und den Männergesangverein Hünfeld. Ein schmackhaft-deftiges Essen, „dess Äesse woar debeii“, sorgte auch in dieser Hinsicht für eine gute Grundlage.+++