KOMMENTAR

Malkes und die Kalkkiesgrube: Kluger Schachzug, der Frieden herstellt!

"Malkes ist gerettet und bleibt lebenswert!"
Fotos (4): Christian P. Stadtfeld

14.10.2017 / FULDA - "Malkes ist gerettet und bleibt lebenswert!" Mit dieser Schlagzeile hat so schnell niemand gerechnet.

Vier Monate ist über den Bau einer Kalkkiesgrube im Fuldaer Stadtteil Malkes öffentlich und hinter den Kulissen heftig gestritten worden. Die beiden Hauptakteure Markus Röhner (Anwohner / R+S AG-Vorstandsvorsitzender) und Veit Küllmer (Bauunternehmer) haben jetzt eine Lösung herbeigeführt, die für alle Beteiligten gut ist. Aufatmen also im idyllischen Dorf am Rande der Stadt!

Röhner hat in die Lebensqualität des Stadtteils investiert, indem er eine Teilfläche des Grundstücks, auf dem die Kiesgrube entstehen sollte, über 20 Jahre gepachtet hat. Ein kluger Schachzug, der Frieden herstellt und nicht nur die 170 Einwohner von Malkes freut.



Was nicht nachvollziehbar ist: eine Brecheranlage an der Autobahn muss hohe Hürden nehmen – für einen Kalkkiesabbau im Wohngebiet reicht eine Genehmigung, ähnlich wie für einen Garagenbau. Die Behörden haben sich hier aus der Verantwortung gezogen. Deshalb haben die Betroffenen Selbsthilfe geleistet. Selbstverständlich ist das nicht, zumal nicht jeder Bürger dies materiell leisten kann.

Das Thema Kalkkies ist vom Tisch. Was bleibt ist die eilig gegründete Bürgerinitiative, die auch Unterstützer außerhalb des Stadtteils gefunden hat. Sie behält ihre Berechtigung und hat jetzt einen klaren Auftrag: Malkes zusammenzuhalten und das Jubiläum - die 750-Jahrfeier - im nächsten Jahr organisieren.
(Christian P. Stadtfeld) +++

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