Zweiter Ausbildungsjahrgang
Wigbertschule: 19 DFB-Junior-Coaches ausgebildet
Foto: Privat
11.10.2017 / FUSSBALL -
Lernen zu coachen, Lernen durch coachen: Unter diesem Motto fand an der Wigbertschule zum zweiten Mal die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach statt, die die 19 Teilnehmer – fünf junge Damen und 14 Herren - nun erfolgreich beendet haben.
Das Projekt zur Förderung des Fußballtrainernachwuchses wurde vom DFB mit Unterstützung der Commerzbank als nationaler Projektpartner bereits zum Schuljahr 2013/2014 ins Leben gerufen. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren jährlich 4.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland direkt an ihren Schulen zu jungen Fußballtrainern ausgebildet werden.
Die Initiative wird von DFB-Präsident Reinhard Grindel als Schirmherr sowie von Bundestrainer Joachim Löw als Pate begleitet und ist gelebte Nachwuchsförderung – nicht nur im Hinblick auf den Sport, sondern in allen Lebenslagen, wie Schule, Ausbildung und Beruf. Denn nur wer fachlich und in Sachen Persönlichkeitsentwicklung selbst gut geschult ist, kann als Trainer erfolgreich tätig sein.
Zum Ende der Ausbildung übergab Carina Kümmel, Kundenberaterin bei der Commerzbank Fulda, als DFB-Junior-Coach-Patin den Schülern je ein Starter-Kit sowie fünf Fußbälle für die Wigbertschule. Die Bankerin steht den
Nachwuchstrainern bei beruflichen und finanzwirtschaftlichen Fragen zur Seite: "Neben dem Einstieg in die Trainerlaufbahn unterstützen wir die Nachwuchstrainer auch bei der Vorbereitung auf das Berufsleben, beispielsweise mit Bewerbertrainings oder Schülerpraktika in unseren Filialen“, so Kümmel: „Und natürlich können wir als eine der größten Banken in Deutschland mit viel Expertise den jungen Leuten wirtschaftliche Zusammenhänge praxisnah erklären und damit zur finanziellen Allgemeinbildung beitragen."
Erster Schritt in die Trainertätigkeit
Den teilnehmenden Schülern ermöglicht das Projekt den frühzeitigen Einstieg in die lizenzierte Trainertätigkeit. Die 40-stündige, kostenlose theoretische Ausbildung wird geleitet von Klaus Lapczyna vom Hessischen Fußball-Verband. Neben der sportlichen Ausbildung wird besonderer Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Nachwuchstrainer gelegt. Sie kommt den Jugendlichen zugute, die Leidenschaft für den Fußball und Freude an der Arbeit mit Kindern haben. „Durch den DFB-JuniorCoach werden sie professionell vorbereitet und können im Anschluss wichtige
praktische Erfahrungen an der Schule oder in ihrem Verein sammeln“, so Oberstudienrätin Sabine Mielke, die als Schulsportleiterin das Projekt von Seiten der Wigbertschule begleitet.
Die Ziele des Projekts seien nachhaltig: Der Trainernachwuchs in Deutschland werde gestärkt und das Ehrenamt gefördert. Vereine und Schulen könnten so der rückläufigen Zahl aktiver Ehrenamtlicher im Fußball begegnen. Der demografische Wandel, Veränderungen in der Gesellschaft und die Ausdehnung der wöchentlichen Schulzeit seien Gründe für das stark reduzierte ehrenamtliche Engagement bei Jugendlichen. Dabei sei gerade im Kinder- und Jugendfußball der Bedarf an qualifizierten und motivierten Trainern hoch. (pm) +++