Frontalcrash nach Wendemanöver

Staatsanwaltschaft ermittelt: Unfallopfer kannten sich - Obduktion angeordnet


Fotos: Hans-Hubertus Braune

11.10.2017 / LAUTERBACH - Nach dem schweren Unfall am Montagabend zwischen Lauterbach und Willofs (Vogelsberg-kreis) beschäftigen sich nun Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft mit dem tragischen Vorfall. Wie am Dienstag bekannt wurde, kannten sich die beiden Unfallopfer. Laut einer gemeinsamen Presseerklärung führten die beiden bei dem Unfall getöteten Personen bis vor kurzem eine Beziehung. Zur Rekonstruktion und Klärung der Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft Gießen die Hinzuziehung eines Sachver-ständigen sowie die Obduktion der Leichname an. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern derzeit noch an.


Gegen 17:20 Uhr wurde der Polizei in Lauterbach ein schwerer Verkehrsunfall auf der L 3140 zwischen Lauterbach und Willofs (Vogelsbergkreis) gemeldet. Dort waren zwei Autos frontal zusammengestoßen und Personen eingeklemmt. Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei waren im Einsatz. Die beiden Fahrzeuginsassen verstarben an der Unfallstelle.

 Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam ein 34-jähriger BMW-Fahrer aus Richtung Schlitz-Willofs, wendete und fuhr anschließend in Richtung Willofs wieder zurück. Direkt nach dem Wendemanöver kam es dann zu Zusammenprall mit einem entgegenkommenden Wagen, an dessen Steuer eine 27-jährige Frau aus dem Vogelsbergkreis saß. Ein Gutachter ist zu Klärung des Unfallherganges und der Ursache zur Unglücksstelle gerufen worden. Außerdem wurde die Kriminalpolizei zu dem Unfall gerufen - über die Hintergründe dieser Entscheidung schwieg der Polizeisprecher vor Ort.

Es war äußerst belastender Einsatz für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Rettungsdienst und Notarzt konnten den beiden Fahrzeuginsassen nicht mehr helfen. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach hatten die traurige Aufgabe, die beiden verstorbenen Insassen aus den völlig demolierten Fahrzeugen heraus zu holen.

Die Landstraße musste zur Bergung der Unfallopfer, der Rekonstruktion des Unfallherganges, dem Abschleppen der Fahrzeuge und der Reinigung der Unfallstelle über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der Ermittlungen zum Hergang des Unfalls und der Unfallursache dauern derzeit noch an. (mr / hhb) +++

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