Die Bundeskanzlerin war da!
Blitzauftritt in 43 Minuten: bürgernah, gelassen - Angela Merkel im Wahlkampf

Fotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld
26.08.2017 / FULDA -
Merkel kam zum vierten Mal in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin in die Domstadt. Und sie schwärmte: "Es ist wunderschön in diesem historischen Stück Hessen - der Anblick hier auf dem Platz beeindruckt." Sie sei in dieser heißen Phase, vier Wochen vor der Wahl, täglich in Deutschland unterwegs. Heute wolle sie Michael Brand in der CDU-Hochburg unterstützen. "Er macht einen prima Job, hat sich besonders stark im Sterbehilfe-Gesetz engagiert und sich dafür eingesetzt, dass die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe gestoppt wird." Die Kanzlerin lobte aber auch die Region Osthessen: "Vollbeschäftigung, starker Mittelstand und politisch stabile Verhältnisse. Das ist auch ein Erfolg der regionalen Politik und ihrer Verantwortlichen."
Zur EU sagt sie: "Europa stärken, heißt Deutschland stärken." Und auch auf die Flüchtlingskrise geht die Kanzlerin ein: "2015 haben wir viele Flüchtlinge aufgenommen und unser Land an die Belastungsgrenze geführt. Das darf sich nicht wiederholen. Unser Job ist es, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das heißt, in die Krisengebiete zu investieren, damit niemand sein Land verlassen muss." Zum Abschluss ein wichtiges Fazit von Merkel und ihren Mitstreitern: "Deutschland kann nur erfolgreich sein, wenn es stabil regiert wird. Wir brauchen eine starke CDU/CSU, denn wir stehen für ein Land, in dem wir gut und gerne leben."
Trotz Buh-Rufen, "Merkel muss weg" (AfD) und lautstarken Trillerpfeifen bleibt die Bundeskanzlerin jederzeit ruhig und gelassen. Sie geht ihren Weg, trägt sich ins Gästebuch der Stadt Fulda ein und fliegt nach dem 44 Minuten-Auftritt zurück nach Berlin. Michael Brand sagt: "Wir als Union haben Haltung. Meine klare Ansage an unsere Gegner: Es kommt nicht auf den Kehlkopf an, sondern auf den Kopf." Merkel habe Nerven wie Drahtseile, auch wenn sie mit den Staatschefs aus den USA, Russland oder der Türkei verhandelt. "Die Kollegen verhalten sich oft wie Elefanten im Porzellanladen. Ich wünsche mir, vier weitere Jahre mit Angela Merkel als Regierungschefin. Sie ist die einzige, die Deutschland in diesen schwierigen Zeiten in die Zukunft führen kann." (Christian P. Stadtfeld) +++