Hämmern, Sägen, Rasen verlegen - BASF-Mitarbeiter sanierten Zeltplatz



14.10.2008 / Hofbieber - Ohrenbetäubender Motorsägen-Lärm, frisch gesägte Holzbänke, saftiger Rollrasen und 200 Helfer im Einsatz - dieses Bild bot sich am heutigen Nachmittag auf dem Zeltplatz in Hofbieber-Kleinsassen. Ziel der Aktion war es, den maroden Zeltplatz aus den 70er-Jahren komplett zu sanieren. Bis zum Abend verlegten die 17 Arbeitsgruppen rund 1500 Quadratmeter Rollrasen (unter anderem für einen kleinen Fußballplatz), errichteten drei Holzzelte und bauten ein Amphietheater aus Natursteinen und eine Feuerstelle, erläuterte Michael Scharhag von "eventoptimierer". Seine Firma vermittelt Einsatzorte für so genannte "Teamevents", die Unternehmen buchen, um Teamfähigkeit und Zusammenhalt ihrer Mitarbeiter zu trainieren. Die groß angelegten Sanierungsarbeiten im Malerdorf Kleinsassen nennen sich "BASF Nature Soccer Camp" und stellen ein Teamevent der besonderen Art dar. Normalerweise stehen Canyoning, Rafting, oder Klettergarten bei solchen Terminen auf dem Programm. Aber warum nicht die Arbeitskraft und Motivation sinnvoll nutzen und damit einen positiven Einfluss auf die Teambildung schaffen - das dachten sich die Außendienstmitarbeiter von BASF. Bereits im letzten Jahr hatten 200 Mitarbeiter des Unternehmens in Würzburg eine Kindertagesstätte auf Vordermann gebracht. Auch in diesem Jahr wollten sie ihre Arbeitskraft für ein sinnvolles Projekt einsetzen. So kam der Chemie-Konzern auf die Gemeinde Hofbieber, die sich wiederum bei "eventoptimierer" für das Projekt beworben hatte. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde auch die Grillhütte zeitgemäß gestaltet. Diese stammt - wie der gesamte Zeltplatz - aus den 70er Jahren. Bis vor kurzem stand dort noch ein Plumpsklo. Erst im Zuge der Vorbereitungen für den heutigen Tag wurde die Hütte an die Kanalisation angeschlossen, berichtete Michael Scharhag. Beim Außenanstrich der Hütte legte auch der Geschäftsführer der Pflanzenschutz-Sparte von BASF, Michael Ceranski, Hand an. "Es geht mal nicht nur um Gewinn und Profit, sondern darum, etwas Gutes zu tun", erklärte Ceranski. Besonders gefalle ihm daran, im Team zusammen mit anderen etwas zu bewirken. Am Abend kehren seine Mitarbeiter ins Esperanto-Hotel zurück, um sich auf ihrer jährlichen Tagung auf die neue Saison vorzubereiten. Bei den ehrenamtlichen Helfern handelt es sich um Mitarbeiter im Außendienst; viele davon sind Facharbeiter wie etwa Landwirt oder Schreiner und daher mit den Werkzeugen vertraut. Die insgesamt rund 1.000 Arbeitsstunden, die die Helfer heute zusammen leisteten, haben einen Wert von 60.000 Euro, rechnete Michael Scharhag vor. Auch Marcus Schafft, Bürgermeister der Gemeinde Hofbieber, freute sich über den tatkräftigen Einsatz der Helfer: "Ich finde, das ist eine ganz tolle Sache. Respekt für die vielen Ehrenamtlichen!", erklärte Schafft. Der Zeltplatz sei ein Baustein einer Gemeinde und gerade im Hinblick auf die Familienfreundlichkeit von Bedeutung. Sein Dank gelte den vielen Ehrenamtlichen, die heute im Einsatz waren. Von der Gemeinde halfen auch Mitglieder des Ortsbeirats mit, außerdem ein Revierförster, Mitarbeiter des Biosphärenreservats und der Holzbildhauer Johannes Klüber. In Zukunft soll der Platz für Zeltlager zur Verfügung stehen. Auch Teile des Ferienprogramms der Gemeinde sollen auf dem neuen Platz stattfinden. (th) +++