Seit 2010 um 48 Prozent gestiegen

"Fuldaer Zeitung" wird wieder teurer - Erhöhung zum 01. Juli um 2,1 Prozent

In der Ausgabe am 19. Juni: der Hinweis in der FZ auf die Preiserhöhung.
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19.06.2017 / FULDA - Lesern der "Fuldaer Zeitung" wird der kleine blaue Kasten auf Seite 2 heute Morgen beim Lesen des Blattes kaum aufgefallen sein. Er ist nur einer von fünf Kästen auf dieser Seite und trägt den Titel "In eigener Sache", denn alle Jahre ist es wieder soweit: die Preiserhöhung. Wer die 15-Zeilen-Meldung studiert, wird zwar über den neuen Preis informiert, doch wie teuer ist das bisherige Abo? Eine Vergleichszahl scheitert und macht die aufwendige Suche nach der Monatsrechnung bzw. der regelmäßigen Konto-Abbuchung notwendig.

Und bevor ON-Leser - so sie FZ-Abonnenten sind - jetzt aufwendig nachschauen - der gegenwärtige Abo-Preis mit täglichem Zuträger liegt derzeit bei 38,50 Euro. Der neue Abo-Preis beträgt ab 01. Juli 2017 dann 39,30 Euro, das bedeutet eine Erhöhung um 2,1 Prozent. Im Gegensatz zu früher wird allerdings großzügig auf weitere Preisdetails wie die Veränderungen bei den Einzelexemplaren oder der Samstagsausgabe verzichtet.

Gründe für die Erhöhung erfährt der FZ-Leser nicht, kein Hinweis auf gestiegene Allgemeinpreise, teureres Papier, höhere Löhne oder gar der angestiegene Mindestlohn. Vor über zwei Jahren, als der Parzeller-Verlag um mehr als zwölf Prozent Erhöhung zuschlug, da war das ganz anders. Schon jetzt scheint klar: wenn die Regelmäßigkeit der Preiserhöhungen eingehalten wird, dann übersteigt der FZ-Abo-Preis 2018 erstmals die 40-Euro-Grenze. Und noch eine Zahl: 2010 kostete die "Fuldaer Zeitung" noch 26,60 Euro - ab 1.07.2017 sind es 39,30 Euro und damit eine stolze Erhöhung um satte 47,7 Prozent. 

Interessant in diesem Zusammenhang auch die Auflagenentwicklung, für jeden öffentlich nachzulesen auf der Webseite der "Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) " unter www.ivw.eu/aw/print/qa/titel/1791 .  Im 1. Quartal 2010 meldete die "Fuldaer Zeitung" eine Verbreitung von 34.109 Exemplaren monatlich, darunter 31.152 Abonnements bei einem Druckauflage von 35.951. Im 1. Quartal 2017 wird der massive Rückgang deutlich, denn die Verbreitung lag nur noch bei 27.760 Exemplaren, die Abos bei 26.397 Stück und die Druckauflage bei 28.993 Zeitungen. Mithin ergibt sich daraus allein bei den Abos in sieben Jahren einen Rückgang von 18 Prozent - bei 48 Prozent Preiserhöhung.

Übrigens:  Für alle Fernseh- und Radioprogramme der öffentlichen und privaten Sender (Free-TV) kostet der Rundfunkbeitrag in Deutschland pro Haushalt monatlich 17,50 Euro. (Martin Angelstein)  +++