Tag der offenen Tür

Einen Tag lang Feuerwehrmann sein: hunderte Besucher im Stützpunkt


Fotos: Luisa Diegel

19.06.2017 / LAUTERBACH - Wenn Kinder begeistert vor dem Lenkrad eines Feuerwehrautos sitzen oder versuchen, mit einem großen Feuerwehrschlauch ein bemaltes Holzhaus zu löschen, dann ist wieder Tag der offenen Tür bei der freiwilligen Feuerwehr in Lauterbach. Im Zweijahresrythmus möchten die Ehrenamtlichen durch das Vorführen von Feuerwehrfahrzeugen und technischen Geräten über ihre Arbeit informieren - so auch am heutigen Sonntag.

Zahlreiche Besucher, darunter Kameraden anderer Wehren und viele Familien mit Kindern, fanden den Weg zum Feuerwehrstützpunkt in der Fuldaer Straße. Dort gingen schon Wochen vorher die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür los - das Gebäude musste gesäubert werden, die Fahrzeuge gewaschen und die zahlreichen Neuheiten aufgebaut werden, um sie den Besuchern zu präsentieren. 



Diese staunten nicht schlecht, als sie das Gelände der Feuerwehrwache betraten - denn dort warteten schon zahlreiche Aktionen und ein abwechslungsreiches Programm. "Es gibt verschiedene Vorführungen, darunter auch die Vorführung unseres neuen Einsatzleitprogramms", so Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Schütz im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Mit diesem Programm sehen die Wehrleute beispielsweise, wo genau der Einsatz ist, wo sie hinfahren müssen, wie viele Leute bereits unterwegs sind oder welche Geräte sie für den Einsatz brauchen. 



Auch die neu eingerichteten Umkleidekabinen öffneten erstmals für die Besucher ihre Türen. Der neue Einsatzführungsraum wurde ebenfalls vorgeführt, eine neue Rettungsschere war zudem eine Neuanschaffung der Feuerwehr Lauterbach. Doch nicht nur die Neuheiten glänzten beim Tag der offenen Tür - auch die kreativen Aktionen machten den Tag für manch Nachwuchsfeuermann zu etwas Besonderem. Denn mit einem Leinencontainer wurde beispielsweise eine Brandsituation simuliert. Dort konnte man sich im Dunkeln an den Wänden vorantasten, um wieder ins Freie zu finden. Außerdem konnten sich die Besucher in kompletter Feuerwehrmontur fotografieren lassen. Die 56 Aktiven, darunter vier Frauen, standen neben den zahlreichen Vorführungen und Aktionen allen Interessierten Rede und Antwort. (ld)+++