Benny Münch über die SG OZ
Zwei fußballverrückte Dörfer vor dem größten Triumph ihrer Geschichte
Fotos: Luca Heil
09.06.2017 / FUSSBALL -
Benjamin „Benny“ Münch, einst Shootingstar und Publikumsliebling beim heutigen Hessenligisten Borussia Fulda, fiebert dem Spiel der Spiele seines Heimatvereins, der SG Oberzell/Züntersbach, gegen die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach am heutigen Freitagabend (19 Uhr, nicht wie zunächst angekündigt um 18:30 Uhr) entgegen. ON|Sport hat sich mit ihm über seine Vergangenheit, sein Engagement bei der SG OZ und die Sinntaler Fan-Kultur unterhalten.
Beim Thema Fans muss Münch lachen: „Ja, wie soll ich das sagen? Kurz bevor ich Borussia zu Gunsten meines Auslandsstudiums verlassen habe, haben einige Fuldaer Fans Plakate für mich gebastelt.“ Klingt alles ganz nach einem eigenen Fan-Club, oder nicht? „Ich habe mich damals mit den Fans von Borussia gut verstanden und bei meinem letzten Spiel haben sie dann die Plakate mit meinem Namen darauf hochgehalten. Das war ganz witzig, aber einen eigenen ‚Fan-Club‘ würde ich das jetzt nicht nennen.“
An erste Stelle stand für den 33-Jährigen der Fußball lange nicht. „Nach meinem Studium war ich lange Zeit raus“, erklärt der frühere Mittelstürmer und heutige Wirtschaftsprüfer, „dann habe ich langsam wieder damit angefangen mich bei meinem Heimatverein, der SG OZ, zu engagieren. Einen großen Anteil daran hat Simon Müller, der Fußball-Abteilungsleiter ist.“ Benny Münch ist nun Teil der sportlichen Leitung. Seine Stellung beschreibt er selbst wie folgt: „Ich gebe zu allem gerne meinen Senf dazu.“
Zwei fußballverrückte Dörfer
Im Falle eines Sieges sind die Sinntaler gerüstet. In WhatsApp-Gruppen wird fleißig geschrieben, und die „Partyplaner“ geben alles. „Wir rechnen mit einer viertstelligen Zuschauerzahl. Außerdem bauen wir eine ‚Anfeuerungstribüne‘ auf, auf der der SG Oberzell Fan-Club stehen wird“, erklärt Benny Münch. Für die SG OZ wäre mit einem Sieg der Doppelaufstieg perfekt. Denn schon am Dienstag machte die Reserve den Aufstieg in die A-Liga klar.
Zum Schluss unseres Gespräches möchte Münch aber noch etwas loswerden: „Ich habe es am wenigsten verdient, nach so einer Saison in der Presse zu sein. Aus genau diesem Grund spendiere ich am Freitag ein Fass Bier.“