Folgt im siebten Versuch die Krönung?

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell im ewigen Finale gegen Düsseldorf

Darf der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am Samstag jubeln?
Archivfotos: Hendrik Urbin

08.06.2017 / TISCHTENNIS - Holt Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell seinen ersten Titel? Oder behält Seriensieger Borussia Düsseldorf die Oberhand? Am Samstag (13 Uhr) kommt es in der Frankfurter Fraport-Arena zum Finale um die deutsche Meisterschaft. TTC-Präsident Stefan Frauenholz weiß um die Ausgangslage.

„Wir sind klarer Außenseiter. Bei uns muss schon alles passen und Düsseldorf einen schlechten Tag erwischen“, sagt Frauenholz und schiebt hinterher: „Selbst dann ist die Chance bei nur zehn Prozent.“ Doch trotz der klaren Kräfteverhältnisse wird die Mannschaft von Trainer Qing Yu Meng das Finale natürlich nicht abschenken.

„Wir haben schon gesagt: Jede Serie reißt irgendwann“, bleibt Frauenholz optimistisch. Denn wenn am Samstag in Frankfurt die Düsseldorfer auf die Fuldaer treffen, ist es bereits das siebte Finale der beiden Kontrahenten. Viermal trafen die Barockstädter im Pokal auf die Rheinländer, zweimal in der Liga. Jedes Mal aber siegten die Borussen um ihren Superstar Timo Boll. „Er ist gegen Abwehrspieler einfach eine Waffe“, sagt Frauenholz, der mit Wang Xi und Ruwen Filus gleich zwei Verteidiger im Kader des TTC hat.

Boll sorgte zuletzt für Aufsehen, als er bei der Weltmeisterschaft im Viertelfinale gegen Ma Long absichtlich zwei Bälle verschenkte und erneut seinen großen Sportsgeist bewies. „Er hat ein riesiges Spiel gezeigt. Aber mit Geschenken dürfen wir nicht rechnen“, flachst Frauenholz. Seine Fuldaer waren ebenfalls bei der Weltmeisterschaft im Einsatz.

Während der Däne Jonathan Groth es bis in die dritte Runde schaffte, zeigte sich vor allem Ruwen Filus in der Verfassung, mit der er den TTC ins Finale brachte. Er zog ins Achtelfinale ein und musste sich dort dem späteren Vize-Weltmeister Fang Zhedong geschlagen geben. Auch Wang Xi und Trainer Meng waren in Düsseldorf als Betreuer vor Ort.

„Seit Dienstag haben wir aber den Fokus voll auf das Finale gelegt“, versichert Frauenholz, dass sich der TTC von der langen Pause nicht aus dem Tritt bringen lasse. Denn nach dem Halbfinale am Ostersamstag gegen Ochsenhausen mussten die Fuldaer wegen der Champions League und der WM fast zwei Monate auf das Finale warten.


Der TTC-Präsident rechnet mit gut 400 Fuldaer Fans, die Wang Xi & Co. in Frankfurt anfeuern werden. „Zwei Busse haben wir schon voll, zudem werden viele privat fahren“, so Frauenholz. Im siebten Anlauf soll es endlich gelingen, den großen Favoriten bezwingen zu können. Auch wenn es dafür wohl ein mittleres Tischtennis-Wunder benötigt. (the) +++