340 Unterschriften gegen Landeplatz

Dr. Jens Mischak: "Investor hält nicht weiter an Heli-Standort fest"

Ein Mitglied der Bürgerinitiative übergab die Unterschriftensammlung
Fotos: Miriam Rommel

07.03.2017 / LAUTERBACH - Einmal mit dem Hubschrauber die Gegend von oben erkunden, das möchten viele Menschen gerne. Wenn der Helicopter-Landeplatz allerdings unweit eines Wohn- sowie Naherholungsgebiet liegt, kommt es jedoch schnell zu Problemen. Die Firma Heli-Service-Ziegler aus Lauterbach- Maar hatte im Januar 2017 eine Bauvoranfrage gestellt, ob der Bau einer solchen Anlage auf dem Gelände unterhalb des Eichhof-Krankenhauses machbar wäre. Außerdem sollte, laut Voranfrage, eine Unterstellhalle sowie ein Wohnhaus errichtet werden. Bei vielen Lauterbacher Bürgerinnen und Bürgern stieß dieses Vorhaben nicht auf Sympathie.
 Grundsätzlich sei der Bau möglich, erläuterte Baudezernent Dr. Jens Mischak bereits in der vergangenen Woche. „Es gibt allerdings mehrere Gründe, unabhängig von nachbarschaftlichen und immissionsschutzrechtlichen Belangen, die eine Verwirklichung an diesem Standort aus bauaufsichtlicher Bewertung äußerst schwierig machen.“ Diese seien dem Antragsteller auch im Bauvorentscheid erläutert worden. Am Montagnachmittag übergaben nun mehrere Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative Natur – BIN für die Bäumenwiese eine Unterschriftenliste gegen den geplanten Bau an Dr. Mischak. 340 Bürger aus den betroffenen Wohngebieten im Westen Lauterbachs hatten unterschrieben.
 „Diese Unterschriften machen deutlich, wie viele Bürgerinnen und Bürger unsere Haltung teilen und keine Einschränkung der Lebensqualität in diesen Wohngebieten sowie im angrenzenden Erholungs- und Naturgebiet um den Silberberg, des Biotops Asmusbach sowie des Friedwalds durch Helikopterlärm dulden werden“, erklärte Wolfgang Karas von der Bürgerinitiative. Weiter forderte er den Baudezernenten auf, im weiteren Verlauf des Entscheidungsverfahrens Transparenz herzustellen.
 „Wie es aussieht, hat sich das Bauvorhaben an diesem Standort nun sowieso erledigt“, konterte Mischak. Er habe bereits mit dem Investor gesprochen, dieser würde wahrscheinlich von dem Bau auf dem Gelände unterhalb des Eichhofes freiwillig absehen. „Herr Ziegler sagte mir, dass er bei einer so großen Gegenwehr der Bürger nicht an dem Standort festhalten will.“



Auch wenn dies eine gute Neuigkeit sei, so Karas, würde man die Vorgänge weiter kritisch beobachten. „Wir sehen unsere Aufgabe als Bürgerinitiative in dieser Sache erst als beendet an, wenn der Standort Bäumenwiese für den Helikopterbetrieb endgültig und nachweislich ad acta gelegt und eine Lösung gefunden wurde, die der Interessenlage aller Lauterbacher Bürgerinnen und Bürgern entspricht.“ (Miriam Rommel) +++

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