Die Gruppenliga im Check (3)
Die Kellerkinder unter sich: Wer entgeht der Kreisoberliga?
Montage: Janina Hohmann
10.03.2017 / FUSSBALL -
Die lange Zeit des Wartens hat ein Ende: nach der Winterpause rollt in Osthessen endlich wieder der Ball. Auch die Gruppenliga nimmt am Wochenende wieder den Betrieb auf. Zeit also, die Vereine genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer kam? Wer ging? Wo klemmt es noch? Antworten gibt es im ON|Sport-Check. Im letzten Teil geht es um die Kellerkinder, die den Abstieg verhindern wollen.
Haimbacher SV
So lief die Vorbereitung: Trainer Zlatko Radic zog ein positives Fazit. „Ich bin absolut zufrieden. Wir sind gut durchgekommen und hatten durch den Kunstrasen gute Bedingungen“, sagt der am Ende der Saison scheidende Radic. Drei Testspiele absolvierte der HSV und offenbarte dabei vor allem defensive Schwächen. Eine 5:6-Pleite gegen Hosenfeld folgte ein 7:1 über Rotenburg und abschließend ein 2:8 gegen Lehnerz II. „Vorne sind wir immer für Tore gut, in der Abwehr müssen wir uns aber steigern“, gibt Radic die Devise für die Restrunde vor.
SG Schlitzerland
So lief die Vorbereitung: Sehr früh startete Schlitzerland in die Vorbereitung, um vor allem im konditionellen Bereich zu arbeiten. „Wir sind auf einem guten Level“, sagt Grosch und zieht ein positives Fazit der Vorbereitung. „Die Jungs haben gut mitgezogen und auch die Testspiele waren ordentlich“, so Grosch weiter. Schlitzerlands Trainer hofft, dass Spieler wie Kian Vossoughi die Lücken von Schmidt und Hamperl schließen können und der angeschlagene Thomas Matthes bald wieder zur Mannschaft stoßen kann.
ON|Sport-Prognose: Anfang der Runde grüßte Schlitzerland von der Tabellenspitze und war die Überraschung der Liga, dann ging es bergab. Will die SG die Liga halten, muss der Start gegen die direkten Kontrahenten glücken. Unser Tipp: Weil die Ausfälle und Abgänge in der Offensive nicht zu ersetzen sind, rutscht Schlitzerland auf Rang 14 ab und muss nach zwei Jahren zurück in die Kreisoberliga.
SG Schlüchtern/Elm
So lief die Vorbereitung: Spielertrainer Marco Link ist mit der Vorbereitung zufrieden. „Wir haben gut arbeiten können und den Fokus auf die Defensive gelegt“, berichtet Link, der insgesamt fünf Testspiele organsierte und vor allem gegen höherklassige Gegner testete. „Die Ergebnisse haben wenig Aussagekraft, aber die Leistungen waren in Ordnung“, so Link weiter. Denn alle Testspiele gingen verloren, aber mit Ausnahme der Partie gegen Erlensee (2:7) wurde ausschließlich gegen Verbandsligisten getestet.
ON|Sport-Prognose: Wenn Marco Link an die durchwachsene Hinrunde denkt, fällt ihm vor allem die große Verletztenmisere ein. „So viel Pech habe ich noch nicht erlebt“, so Link, der unter anderem lange auf Torjäger Zintel, der jetzt wieder fit ist, verzichten musste. Unser Tipp: Mit Zintel, Puric und Alban Hyseni hat die SG eine starke Offensive, die für Punkte sorgen wird. Schlüchtern/Elm landet auf Rang zwölf und muss hoffen, dass nicht fünf Klubs absteigen.
Borussia Fulda II
So lief die Vorbereitung: Sechs Testspiele hat Krause geplant, nur zwei konnten letztlich ausgetragen werden. Gegen Müs (7:1) und Frischauf Fulda (19:1) wurden diese deutlich für sich entschieden. „Diese Ergebnisse haben aber keine Aussagekraft“, sagte Krause, der gegen Müs einige Akteure aus der ersten Mannschaft einsetzen konnte. Mit der Vorbereitung zeigte sich Krause zufrieden. „Der Großteil des Kaders war regelmäßig im Training“, so Krause, der vor allem im Spiel nach vorne arbeiten ließ.
ON|Sport-Prognose: Borussias Reserve steht mit dem Rücken zur Wand und braucht schon einen Lauf, um die Liga noch zu halten – oder regelmäßige Unterstützung aus der ersten Mannschaft. Unser Tipp: Bleibt diese aus, geht der Aufsteiger als Tabellenletzter zurück in die Kreisoberliga.
SVA Bad Hersfeld
So lief die Vorbereitung: Asbachs Spielertrainer und Torjäger ist zufrieden. „Die Jungs haben gut mitgezogen“, so Kallée, der die Schwerpunkte auf das Umschalten nach Ballverlusten und das Offensivspiel setzte. Vier der sechs Testspiele entschied der SVA für sich und wusste mit seinen Leistungen durchaus zu überzeugen. „Das ist aber keine Garantie für einen guten Start“, weiß Kallée, der allerdings auf die Langzeitverletzten Jonas Seitz und Tim Ullrich sowie Alexander Ebinger, der muskuläre Probleme hat, verzichten muss.
ON|Sport-Prognose: Wie die Reserve von Borussia Fulda steht der SVA mit dem Rücken zur Wand. Zwar hat Asbach den Anschluss herstellen können, der Klassenerhalt wird aber eine Mammutaufgabe. Unser Tipp: Asbach kann sich steigern, mehr als Platz 15 wird aber nicht machbar sein. Es geht runter in die Kreisoberliga. (Tobias Herrling) +++