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RSV Petersberg - SV Flieden 1:4 (1:1)

Flieden entscheidet "Familien-Duell" für sich

Marco Gaul bejubelt mit Marc Götze das Fliedener Führungstor in Petersberg
Fotos: Tobias Herrling

05.03.2017 / FUSSBALL - Meik Voll und sein SV Flieden entschieden am Samstag das "Familien-Duell" in der Fußball-Verbandsliga für sich. Gegen Aufsteiger Petersberg gelang den seit 18 Spielen ungeschlagenen Fliedenern ein deutlicher 4:1 (1:1)-Erfolg. Zwar glich Boris Aschenbrücker zunächst aus, im zweiten Abschnitt machte Flieden aber kurzen Prozess.


Die wohl spielentscheidende Situation geschah in der 71. Spielminute beim stande von 1:1, in der der Petersberger Mario Vogt den Fliedener Marco Gaul von hinten als letzten Mann foulte. Die Konsequenz war die Rote Karte für den Petersberger. Den darauffolgenden Freistoß aus ca. 18 Metern setzte Andreas Drews oben rechts in den Winkel – keine Chance für den Petersberger Keeper. Christian Beikirch sagte nach der Partie zu dem Freistoß: "Wir haben schon im Vorfeld gesagt, dass wenn wir so viele Freistöße aus dieser Position zulassen, dann liegt der Ball irgendwann hinten drinne". So ist es dann auch gekommen.

In der ersten Halbzeit war Flieden die bessere Mannschaft mit mehr Torchancen. Jedoch hatte Petersberg in der 18. Minute die riesen Möglichkeit mit 1:0 in Front zu gehen. Petersbergs Nummer 20, Julian Wehner, zeigte aber Nerven und schoss den Ball links neben das Tor. In der 32. Minute nutzte Flieden einen groben Abwehrschnitzer der Heimmannschaft aus – Fabian Schaub erlief einen Fehlpass vor dem Petersberger Sechzehner, behielt den Kopf oben und bediente den freistehenden Marc Götze, welcher zum 1:0 für Flieden vollendete.

Obwohl Petersberg kurz vor der Pause noch zum 1:1 ausglich, war der Heimtrainer alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir sind heute sehr selbstkritisch. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, obwohl der Druck bei Flieden lag", haderte Rolf Ferdinand Gollin nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Meik Voll sprach nach dem Spiel von einem tollen Fight. "Ich habe der Mannschaft gesagt es wird ein Geduldsspiel werden. Wir haben uns in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit umher geschleppt. Das war nicht gut", erklärte er anschließend. Aber der Kopf war am Ende stärker als der Körper bei den Fliedenern. Und sie konnten bei einem schwer zu bespielenden Platz, welcher sehr tief war und eine Menge kraft gekostet hatte, in der Schlussphase noch den Sack zu machen.

Der Keeper der Petersberger, Christian Beikirch, richtete nach dem Spiel schon wieder den Fokus auf den nächsten Gegner: "Nächstes Spiel gegen Schwalmstadt ist wichtiger. Da geht es gegen den direkten Konkurrenten". Dort sollten drei Punkte folgen, um sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren. (Florian Vay)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

RSV Petersberg: Christian Beikirch – Andreas Brzoza, Kubilay Kuecuekler (75. Patrick Müller), Alexander Kilian, Mark Lindiger (75. Philipp Mötzung), Boris Aschenbrücker, Adrian von Pazatka-Lipinski, Marcel Zehner, Marc Aschenbrücker, Mario Vogt, Julian Wehner.

SV Buchonia Flieden: Lukas Hohmann – Lukas Heil, Andre Leibold, Gabriel Müller (76. Imal Schersadeh), Andreas Drews, Niko Zeller, Marc Götze (58. Felix Hack), Sascha Rumpeltes, Fabian Schaub (86. Benedikt Kress), Marco Gaul, Tobias Bartel.

Zuschauer: 300.

Tore: 0:1 Marc Götze (32.), 1:1 Boris Aschenbrücker (43.), 1:2 Andreas Drews (72.), 1:3 Marco Gaul (86.), 1:4 Imal Schersadeh (88.).

Rote Karte: Mario Vogt (Petersberg) wegen einer Notbremse (68.). +++

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