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Geht Flieden baden?

Wie Philipp Mötzung seinen Schwager ärgern will

Philipp Mötzung fiebert dem Spiel gegen Flieden entgegen
Fotos (3): Tobias Herrling

03.03.2017 / FUSSBALL - „Es ist schon etwas Besonderes gegen seinen Schwager zu spielen“, sagt Philipp Mötzung, der seit dieser Saison seine Fußballschuhe wieder für den RSV Petersberg schnürt. Am Samstag (15 Uhr) trifft er mit seiner Mannschaft auf Buchonia Flieden, bei denen sein Schwager Meik Voll an der Seitenlinie steht und die Kommandos als Trainer gibt.


Erst letzte Saison wechselte der 27-Jährige von der Buchonia an den Waidesgrund, wo er in der B-Jugend und in seinen ersten beiden Seniorenjahren spielte. Sein Trainer zu Fliedener Zeiten? Kein geringerer als Schwager Meik. „Das war im Prinzip nichts Neues für mich, denn schon als ich bei Borussia Fulda gespielt habe, hat Meik als Trainer ausgeholfen“, erklärt Mötzung, der unter dem damaligen Borussen-Trainer Bardo Hirsch zusammen mit Meik Voll auf dem Platz stand.

Für beide ist aber klar: „Verwandtschaft spielt am Wochenende keine Rolle.“ Witziger Fakt: Meik Voll und RSV-Coach Rolf Gollin sind Cousins. Somit kommt es am Waidesgrund nicht nur zu einem Schwager-Duell, sondern auch zu einem Duell der Cousins an der Seitenlinie. „Für mich ist es als Ur-Petersberger ein besonderes Gefühl, bei meinem Heimatverein zu spielen“, so Voll, der auch schon unter Rolf Gollin spielte und unter dessen Regie den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte.

Am Samstag wird allerdings auf keine verwandtschaftlichen Verhältnisse Rücksicht genommen. Zuletzt kam Philipp zwar eher von der Bank, sein Ziel ist es dennoch zu spielen. „Die Ergebnisse geben dem Trainer recht, und deswegen bin ich da auch nicht böse. Vor ein paar Jahren hätte das noch etwas anders ausgesehen“, scherzt Mötzung.

Voll und Mötzung hoffen natürlich auf den Einsatz des zentralen Mittelfeldspielers. „Wir versuchen natürlich den Konkurrenz-Druck soweit zu treiben, dass im Falle eines Wechsels Philip die erste Wahl ist“, sagt Voll und hofft, dass Fliedens Serie am Samstag nicht reißt.

Seit 17 Spielen in Folge sind die Buchonen ungeschlagen und wollen das natürlich auch bleiben. Haben die Gollin-Schützlinge doch erst letzte Woche Spitzenreiter Sand einen deftigen Streich gespielt. „Wir wollen gegen Petersberg nicht straucheln. Jeder wird 100 Prozent geben müssen“, so Voll und führt fort: „Fakt ist, sollte unsere Serie gegen Petersberg reißen, dann gönne ich dem RSV die drei Punkte mehr als Rothwesten nächste Woche Sonntag.“

Klar ist, dass die Rivalität der Beiden oder ehergesagt den Dreien nicht länger als 90 Minuten anhalten wird. Immerhin schätzt und kennt man sich am Waidesgrund. „Ich denke, wir gönnen Flieden genauso den Aufstieg in die Hessenliga wie sie uns den Klassenerhalt“, so Philipp Mötzung. Das kann auch sein Schwager Meik Voll bestätigen: „Ich schätze Petersberg immer noch stärker ein als ihr Tabellenplatz es vermuten lässt, denn sie profitieren von ihrem Zusammenhalt.“

Nach unserem Interview machte Philipp Mötzung sich auf den Weg ins RSV-Training. Auf dem Programm stand Schwimmen im Sportbad Ziehers. Eine Nachricht hat Mötzung noch an seinen Schwager: „Heute gehen wir in Ziehers schwimmen und am Samstag geht Flieden baden.“ Aber natürlich hat Voll eine passende Antwort parat: „Ich wünsche Philipp alles, aber keine drei Punkte am Wochenende.“ (Franziska Vogt) +++



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