Vor dem Spitzenspiel gegen Hünfeld
Hersfelds Kreisläufer Marc Förtsch: „Wir wollen unsere Heimstärke nutzen“
Fotos: Stefanie Harth / Tobias Herrling
15.02.2017 / HANDBALL -
Er ist eher der ruhigere Typ, kein Freund von großen Parolen und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. „Ich bin kein Mensch, der sich gerne in den Vordergrund drängt“, sagt Marc Förtsch, der die Handballschuhe für den Landesligisten TV Hersfeld (TVH) schnürt. „Aber: ich weiß, was ich kann.“ Der Kreis ist sein Revier: Auf der Arbeiterposition explodiert der 106-Kilo-Koloss förmlich, schafft für die eigenen Rückraumspieler Lücken im gegnerischen Abwehrverband. „Ich brenne für meinen Sport“, betont der 22-jähriger Beiershäuser, der die Rückennummer elf trägt. „Da wird es auch mal emotional.“
Richtig zur Sache wird es am Samstagabend, 18. Februar, ab 18.30 Uhr in der Bad Hersfelder Geistalhalle gehen. Alle Zeichen stehen auf Spitzenspiel, wenn der Tabellenerste (Hünfelder SV) und der Tabellenzweite (TVH) aufeinandertreffen. Ein Duell auf Augenhöhe, das über Kampfgeist entschieden wird. Vor allem vor heimischer Kulisse präsentiert sich der TVH bärenstark, hat zu Hause noch keinen einzigen Punkt abgegeben. „Ich hoffe, dass wir unsere Heimstärke nutzen können. Allerdings wird das Unterfangen für uns kein Spaziergang werden“, unterstreicht Marc Förtsch, der auf den Rückhalt der TVH-Fans baut. „Der HSV wird mit etlichen Anhängern bei uns aufschlagen – ein Super-Spiel vor großartiger Kulisse ist garantiert.“
Dem gegnerischen Team aus Hünfeld zollt der Kreisläufer Respekt und Anerkennung: „Die Jungs agieren auf dem Feld unglaublich schnell, sind ein eingespieltes Team.“ Jedoch brauche sich der TVH hinter dem Spitzenreiter nicht zu verstecken. „Wir kennen uns in- und auswendig, bekommen gute Unterstützung aus den Reihen unserer A-Jugend.“ Die letzten Wochen haben gezeigt: Wenn der TVH-Express erst einmal Fahrt aufgenommen hat, ist er nur schwer zu stoppen. (Stefanie Harth) +++