Kurzbahn-Meisterschaften in Berlin
Schwimmer aus vier osthessischen Vereinen haben sich qualifiziert
Archivfoto: Carina Jirsch
17.11.2016 / SCHWIMMEN -
Nach sechs Jahren in der Wuppertaler Schwimmoper finden die Deutschen Meisterschaften 2016 auf der 25-Meter-Bahn vom 17. bis 20. November in Berlin statt. Es ist das erste Mal in 22 Jahren, dass die Hauptstadt den wichtigsten Kurzbahn-Wettkampf ausrichtet. Die Titelkämpfe gibt es seit 1994. Auch in diesem Jahr sind wieder Schwimmer aus Osthessen am Start.
Im ersten Jahr, sowie im Jahr 2001, war Rostock Austragungsort der Meisterschaft. Zu Gast waren Deutschlands Schwimmer in den Folgejahren in Waiblingen, Nürnberg, Uelzen, Bad Mergentheim, Freiburg, Goslar, Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal. Im Jahr 1998 hatten die hessischen Vereine sogar „Heimrecht“ – Fulda war mit dem Sportbad Ziehers Austragungsort der Titelkämpfe auf der Kurzbahn.
Als Grund für den Wechsel in das SSE nennt der DSV die „optimalen Bedingungen für eine nationale Meisterschaft, bei der es nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für den jeweiligen internationalen sportlichen Höhepunkt auf der Kurzbahn geht“. Gemeint hier die Weltmeisterschaften im Dezember in Kanada.
Den Weg in die Hauptstadt treten in diesem Jahr 635 Sportler aus 163 Vereinen und Startgemeinschaften an. An den vier Wettkampftagen werden 1.786 Einzel- und 226 Staffelstarts von ihnen absolviert. Die Vorläufe beginnen jeweils um 9 Uhr. Die Endläufe und Finals um 17 Uhr beziehungsweise am Sonntag um 16 Uhr.
Die Region Osthessen ist mit insgesamt vier Vereinen vertreten. Für die Wasserfreunde Fulda geht Chiara Kirsch an den Start und für den SV Gelnhausen treten mit Barbara Schaal, Donia Zrelli und Alexander Kunert drei Schwimmer bei der Deutschen Meisterschaft an. Für den WSV Großkrotzenburg ist Natalie Wöltinger dabei und für den WSV Delphin Großauheim geht Christian Landau an den Start.
Ein Weltmeister und Hesse könnte in Berlin ein rundes Jubiläum feiern. Marco Koch triumphierte auf seiner Paradestrecke, den 200m Brust, erstmals 2007 und ist seither ungeschlagen. Am Sonntag greift der 28-malige Deutsche Meister (Kurz- und Langbahn) nach seinem dann zehnten Titel in Folge. Seit 2009 ungeschlagen über die 200m Rücken ist auch Jenny Mensing, die am zweiten Wettkampftag ihren achten Sieg in Serie unter Dach und Fach bringen kann. Lediglich Annika Mehlhorn (Baunatal) konnte ebenfalls schon sieben Titel in Folge gewinnen (200m Schmetterling, 2000-2007), acht Goldmedaillen in Folge wären bei den Frauen eine Premiere. +++