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TV Flieden - TV Neuhof 30:17 (13:8)

Flieden lässt im Derby nichts anbrennen - "Nach der Pause eingebrochen"

Lars Bayer (links) und sein TV Flieden behielten im Derby gegen den TV Neuhof die Oberhand
Fotos: Carina Jirsch

13.11.2016 / HANDBALL - Für etwa 20 Minuten konnte Aufsteiger TV Neuhof das Lokalderby in der Handball-Bezirksoberliga der Männer beim TV Flieden am Samstagabend offen gestalten, dann wurde der Absteiger aus der Landesliga seiner Rolle gerecht und kam letztlich zu einem ungefährdeten 30:17 (13:8)-Erfolg. Die Gäste waren trotzdem zufrieden.



„Für uns war das heute ein respektables Ergebnis“, sagte nach dem Spiel TVN-Trainer Bernd Leidheiser zu ON|Sport. Das Ziel, mit einem ordentlichen Resultat aus dem Derby zu gehen, hätten seine Schützlinge erreicht. Und bis kurz vor dem Seitenwechsel ärgerte der Aufsteiger vom Fuße des Monte Kali die Hausherren wohl mehr als Flieden Recht gewesen sein dürfte. Erst nach 22 Minuten markierte Norbert Takacs mit dem 10:6 den ersten kleineren Vorsprung, nachdem das Spiel zuvor ausgeglichen verlief. Die Gäste fanden immer wieder Lücken in der 5:1-Deckung der Hausherren und stemmten sich in der Defensive lange erfolgreich gegen die Angriffsversuche der Fliedener. Was beide Mannschaften gemein hatten: Viele, viele technische Fehler. Das Derby war kein Spiel auf hohem Niveau, lebte von der kämpferischen Komponente.

Nachdem Neuhof die erste Hälfte über weite Strecken der ersten Hälfte die Begegnung offen gestalten konnte, setzte sich Flieden bis zur Halbzeit auf 13:8 ab. Nachdem TVF-Trainer Joachim Bug die Abwehr auf eine defensivere Variante umgestellt hatte, stellten sich seine Schützlinge besser auf das Spiel der Gäste ein. Das machte sich vor allem im zweiten Abschnitt bemerkbar. „Wir haben in der zweiten Hälfe konsequenter nach vorne gespielt“, gab Bug im Nachklang der Partie zu Protokoll. Die Hausherren nutzten die nun vermehrt auftretenden Fehler der Gäste aus, um zu einfachen Toren zu kommen. Dass Neuhof zudem die Wucht aus dem Rückraum fehlte, machte die Sache für Flieden einfacher. Einzig Fabian Benkner bildete bei den Gästen die Ausnahme und erzeugte Gefahr aus dem Rückraum.

„Das zieht sich bei uns durch die Saison, dass wir im zweiten Durchgang einbrechen“, stellte Neuhofs Trainer Bernd Leidheiser auch beim Gastspiel in Flieden Schwächen nach dem Seitenwechsel fest. „Das hat dann mit Kraft und Kondition, aber auch mit Cleverness zu tun“, sagte Leidheiser, der mit der Vorstellung seiner Mannen dennoch zufrieden war. Auffällig: Im eigenen Unterzahlspiel waren die Gäste überraschen stark und düpierten die Hausherren ein ums andere Mal. Als die Gäste aber in doppelter Unterzahl gleich zwei freie Würfe in Folge vergaben und es verpassten, ein 10:15 in ein 12:15 und vielleicht noch einmal Druck auf Flieden auszuüben, besorgten die Hausherren mit dem 16:10 durch Marcel Bergmann die Vorentscheidung (37.).

Bis zum Schlusspfiff schraubte der Absteiger aus der Landesliga das Ergebnis in die Höhe und kam letztlich zu einem ebenso ungefährdeten wie erwarteten 30:17-Erfolg. „Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Die Umstellungen haben gegriffen und letztlich war der Sieg souverän“, sagte Fliedens Trainer Joachim Bug, der nach dem Abstieg aus der Landesliga Stützen wie Jannik Bachus ersetzen musste und nun Stück für Stück die Jugend in die erste Mannschaft einbaut. „Das muss auch ein Schlüssel zum Erfolg sein“, lautet Bugs Credo, verstärkt auf den eigenen Nachwuchs zu bauen. (Tobias Herrling)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TV Flieden: Alexander Stradtmann, Simon Kramer (im Tor) – Norbert Takacs (5/1), Constantin Haas (3/1), Marcel Bergmann (2), Philipp Seipel (6/3), Christoph Häußer (7), Fabian Friedrich, Jannik Reichenauer (3), Constantin Lotz (1), Lars Bayer (3).

TV Neuhof: Rafi Oria, Tim Eisenstein (im Tor) – Sebastian Ellenbrand (4/3), Andreas Stehling, Lukas Benkner, Daniel Arnreich (1), Fabian Benkner (7), Christoph Temburg (2), Lucas Jung, Daniel Händler (2), Winfried Schmitt (1), Jannik Enders, Felix Möller, Christian Remmert.

Schiedsrichter: Ottmar Reyer/Michael Rebert (beide TG Rotenburg).

Zuschauer: 200. +++

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