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SG Schlitzerland - SG Kerzell 2:0 (2:0)

Ersatzgeschwächte Kerzeller zeigen viel zu wenig - "Kreative fehlten"

Sascha Heil (vorne) und seine SG Kerzell verloren gegen Schlitzerland auch das dritte Gruppenliga-Spiel
Fotos: Tobias Herrling

13.08.2016 / FUSSBALL - Hocherdienter Sieg für Fußball-Gruppenligist SG Schlitzerland und die erste Minikrise bei Aufsteiger SG Kerzell. Die Schlitzerländer setzten sich am Freitagabend gegen ersatzgeschwächte Gäste mit 2:0 (2:0) durch. Kerzell hatte in den kompletten 90 Minuten zwei Torraumszenen - deutlich zu wenig, um in der Gruppenliga mitzuhalten. "Uns fehlen auch ein paar Kreativköpfe", sagte Trainer Michael Jäger nach dem Spiel. Am Ende hätte die SGS den Spielstand auch noch deutlich ausbauen können.



Aufsteiger Kerzell ereilte auf dem Sportplatz in Queck ein ähnliches Schicksal wie im Heimspiel gegen Rothemann: ein frühes Tor brachte die Schützlinge von Michael Jäger aus dem Konzept. Denn Kian Vossoughi kam nach vier Minuten irgendwie auf der linken Seite an den Ball und netzte locker zur frühen Führung ein. „Ich denke, das hat Kerzell ein Stück weit den Zahn gezogen“, sagte nach Abpfiff Schlitzerlands Neu-Trainer Simon Grosch. Unmittelbar zuvor aber hatte Sascha Heil die über weite Strecken beste Möglichkeit der Gäste, als er einen Schuss aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei setzte.

„Wir haben auf den Rückstand eigentlich gut reagiert, nur nach dem 0:2 haben wir zu wenig gemacht“, resümierte Kerzells Trainer Michael Jäger, der seinen Jungs im zweiten Abschnitt eine deutliche Leistungssteigerung attestierte. Es war aber dennoch zu wenig, um sich wirklich klare Chancen zu erspielen. Die beste vergab Sebastian Heiner, der eine Flanke von Heil an den Pfosten köpfte. „In der Schlussphase hätte das Ergebnis sicherlich höher ausfallen können“, gab Jäger zu, „aber es haben heute Spieler wie Dominik Günther oder Mikael Avanesian gefehlt. Spieler, die eben für gewisse Kreativität sorgen.“

In die beste Phase des Spiels, das wenig Glanz versprühte, war etwa nach einer halben Stunde: erst vergab Schlitzerlands Marius Hamperl die große Möglichkeit, als er Kerzells Torwart Marcel Hein ausspielte, aber den Ball ans Außennetz schoss. Dann versuchte sich Kerzells Heil aus der Distanz, sein Schuss strich knapp über die Latte. Kurz darauf bugsierte Jannik Braun von den Hausherren den Ball nach einer Hereingabe an den Pfosten. Wiederum wenig später dann das verdiente 2:0. Christian Schmidt fasste sich aus der Distanz ein Herz – und der Ball schlug flach im kurzen Eck ein (35.).

„Für uns ist das ein perfekter Start“, sagte Grosch über den zweiten Sieg im dritten Spiel, „aber am Sonntag gegen Asbach werden wir mehr gefordert werden.“ Sein Gegenüber, Michael Jäger, wollte nach der dritten Pleite im dritten Spiel nicht zu schwarzsehen. „Wir haben einen großen Umbruch, der seine Zeit braucht.“ Allzu viel Zeit sollte sich der Aufsteiger mit den ersten Punkten aber nicht mehr lassen. (Tobias Herrling)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Tore: 1:0 Kian Vossoughi (4.), 2:0 Christian Schmidt (35.).

Zuschauer: 200.

Schiedsrichter: Kartsen Kostka (VfB Gießen).

Gelb-Rote Karte: Christian Schmidt (Schlitzerland, 90., wiederholtes Foulspiel). +++

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