Steinbach will sich steigern
Rückspiel in Hadamar - MÜLLER verwundert über Ansetzung
Archivfoto: Carina Jirsch
12.08.2016 / FUSSBALL -
Je nach Auslegung könnte man über den Steinbachs Start in die Hessenliga sagen: Nach zwei Spielen ohne Niederlage oder nach zwei Spielen ohne Sieg. Denn sowohl gegen Rot-Weiß Hadamar als auch gegen den FC Ederbergland spielten die Schützlinge von Karl-Josef "Kalle" Müller jeweils 2:2-Unentschieden. Am Samstag (15 Uhr) kommt es bereits zum Rückspiel gegen Hadamar.
"Auf diese Regelung kann ich mir keinen Reim machen", wundert sich Müller über die Vorgabe des Verbandes, den ersten bereits am vierten Spieltag wiederholen zu lassen. Das mache nur Sinn, wenn ein brisantes Spiel mit großem Zuschauerinterese anstehe. Das ist im Falle von Steinbach aber nur bedingt der Fall, es geht aber auch noch extremer. "Rot-Weiß Frankfurt ist deshalb in drei Wochen zweimal spielfrei, das ist für den Spielrhythmus absolut nicht förderlich." Müller richtet aber trotzdem den Blick auf das Sportliche und will nach der 0:4-Klatsche im Pokal gegen Lohfelden eine bessere Leistung von seinen Schützlingen sehen.
"Wir müssen das Spiel abhaken und wieder das zeigen, was uns stark gemacht hat", fordert Steinbachs Trainer, der in Lohfelden 10 bis 15 Prozent von jedem Spieler vermisst habe. "Wir haben zu viel Räume gelassen und haben nicht genug Druck auf den Gegner aufgebaut", so Müller, der zuletzt experimentierte und beispielweise Sasa Dimitrijevic auf der "Zehn" probierte. In Hadamar will Müller aber auf solche Spielchen verzichten, auch weil sich die Experimente nur bedingt gelohnt hätten. "Wir müssen Automatismen einspielen und Woche für Woche die gleiche Elf auflaufen lassen", sagt Müller. Zudem stehe hinter Dimitrijevic sowieso ein Fragezeichen. "Er hat einen Tritt auf die Wade bekommen und wir noch abschließend behandelt. Ob es reicht, müsen wir abwarten."
Was die Zähler angeht, könne "Kalle" Müller mit dem dritten Remis im dritten Spiel durchaus leben. "Natürlich will man immer mehr, aber mit einem Pünktchen wäre ich zufrieden", sagt Müller, der aber auf den gesperrten Michael Wiegand verzichten muss. Seine Schützlinge werden aber auch so alles in die Waagschale werfen, um auch nach Spieltag drei ungeschlagen zu bleiben. (the) +++