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RSV Petersberg - SV Neuhof 0:2 (0:1)

Aufsteiger schlägt sich wacker - "Hätten Punkt verdient"

Jubel beim SV Neuhof über den Sieg in Petersberg
Fotos: Carina Jirsch

01.08.2016 / FUSSBALL - Da war mehr drin für Verbandsliga-Aufsteiger RSV Petersberg: am Sonntagnachmittag verlieren die Schützlinge von Goran Gajic gegen den SV Neuhof mit 0:2 (0:1) und müssen sich an die eigene Nase fassen, im ersten Spiel der neuen Saison keine Zähler geholt zu haben. Während die Hausherren ihre Chancen vergeben, schlägt der Gast eiskalt zu.


Adrian von Pazatka-Lipinski kommt im Strafraum an den Ball, umkurvt Neuhofs Torwart Dogus Albayrak und verzögert – er hätte nur schießen müssen und seine Petersberger hätten in Minute 78 den Ausgleich erzielt. Doch Petersbergs Nummer 10 legt quer auf Boris Aschenbrücker – dazu noch ungenau – und die große Möglichkeit war vertan. „In meinen Augen wäre der Ausgleich mehr als verdient gewesen“, sagt hernach RSV-Trainer Goran Gajic. Zu diesem Zeitpunkt spielen seine Schützlinge nach dem Platzverweis gegen Daniel Nüchter in Unterzahl und liegen nach Marko Curic‘ Treffer aus dem Gewühl mit 0:1 in Rückstand.

In Unterzahl tut Petersberg wieder mehr für das Spiel, nachdem im zweiten Abschnitt die Gäste mehr an Ballbesitz haben – aber auch nur wenig Zwingendes zustande bringen. Eine scharfe Hereingabe von Mateo Duvniak verpasst Curic knapp (47.), dann pariert Petersbergs Schlussmann David Schwarz, vor einem Jahr unter Misstönen aus Neuhof nach Hauswurz gewechselt, einen Freistoß von Curic (60.). „Man hat gemerkt, dass wir viele Neue im Team haben und wir uns erst noch finden müssen“, resümierte SV-Betreuer Alex Bär, der zwar mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Leistung leben konnte.

Boris Aschenbrücker, der bei Neuhofs Innenverteidigung gut aufgehoben ist, hat mit einem Kopfball zehn Minuten nach Wiederanpfiff die bis dato größte Möglichkeit auf den Ausgleich. Sein Versuch gerät allerdings zu ungenau. „Wir haben heute gesehen, dass wir noch cleverer spielen müssen“, so Gajic, „aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben hervorragend gespielt.“ Seine Elf hat in einer ersten Hälfte ohne große Höhepunkte nach einem Freistoß von Aschenbrücker (13.) und einem Kopfball von Nüchter, den Albayrak stark pariert, die nennenswertesten Möglichkeiten. Für Neuhof hat Neuzugang Nikolcho Georgiev die beste Szene in Durchgang eins, Schwarz hält aber stark (33.).

In die letzte Schlussoffensive der Hausherren fällt dann der 2:0-Endstand durch Neuhofs Spielertrainer Radek Görner. Über die linke Seite fährt Curic einen Konter, legt quer in die Mitte, wo Görner nur noch einschieben muss (90.+1). Danach pfeift Schiedsrichter Pascal Loschke gar nicht mehr an. „Ich finde unseren Sieg verdient, weil wir einfach in den entscheidenden Situationen cleverer agiert haben und die reifere Spielanlage hatten“, befindet Bär, der aber einräumt, noch viel Luft nach oben zu haben. Und sein Gegenüber, Goran Gajic, fühlt sich durch Neuhofs Reaktion nach dem Spiel in Petersbergs guter Leistung bestätigt. „Wenn Neuhof den Sieg wie eine meisterschaft feiert, können wir nicht viel falsch gemacht haben.“ (Tobias Herrling)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

RSV Petersberg: David Schwarz - Andreas Brzoza, Kubilay Kücükler (59. Philipp Mötzung), Alexander Kilian, Patrick Wingenfeld, Boris Aschenbrücker, Adrian von Pazatka-Lipinski, Patrick Stupp, Daniel Nüchter, Marc Aschenbrücker, Julian Wehner.

SV Neuhof: Dogus Albayrak – Eric Stephane Kengni Fotsing, Tobias Manns, Mateo Duvnjak (90.+2 Ensar Akbulut), Adam Agovic, Marko Curic, Nikolcho Georgiev (86. Niklas Heiliger), Antonio Antoniev (90. Iven Luca Schmitt), Leon Bräuer, Niko Skugor, Radek Görner.

Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel).

Zuschauer: 350.

Tore: 0:1 Marko Curic (51.), 0:2 Radek Görner (90.+1).

Gelb-Rot: Daniel Nüchter (Petersberg, 64., wiederholtes Foulspiel). +++



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