"Es geht um die Sache"
Jugendförderzentrum für den JFV Viktoria Fulda? - "Eine Vision"
Vielleicht nicht ganz so pompös, aber so ähnlich könnte das Jugendförderzentrum des JFV Viktoria Fulda ausehen
Grafik: Janina Hohmann
20.05.2016 / FUSSBALL -
Noch ist es eine Vision, die die Verantwortlichen des JFV Viktoria Fulda haben. Doch schon bald soll aus einer Vision Realität werden. Denn der Nachwuchs der SG Bronnzell und des TSV Lehnerz plant ein Jugendförderzentrum, das die Förderung der Talente auf ein neues Level heben soll. „Stillstand bedeutet Rückschritt“, sagt Thomas Dreifürst, Vorstand des JFV, über die Planungen des ambitionierten Projektes.
Denn in zwei, drei Jahren soll auf einer Wiese neben dem neuen Kunstrasenplatz des TSV Lehnerz ein Funktionsgebäude entstehen, das die Bedingungen weiter verbessern und Entwicklungen vorantreiben soll. Das gedachte Gebäude soll verschiedenste Funktionen erfüllen und neben Umkleidekabinen, Besprechungsräumen auch eine Möglichkeit zur medizinischen Betreuung beherbergen. Zudem gibt es – um der sozialen Verantwortung gerecht zu werden – Überlegungen, Kooperationen mit der Hochschule Fulda einzugehen und den Talenten eine Schul- und Hausaufgabenbetreuung zu ermöglichen.
„Das wird nur mit Sponsoren aber nicht möglich sein. Wir werden neue Wege in der Finanzierung gehen müssen“, sagt Dreifürst und denkt dabei an die Möglichkeit, über Stiftungen oder Crowdfunding neue Gelder zu generieren. Auch ein Verkauf der Namensrechte sei möglich. Denn das Kind, das der JFV plant, soll auf den Namen „Jugendförderzentrum Osthessen“ hören – und der Begriff geschützt werden. „Wir sind jetzt vier Jahre auf dem Markt und wollen Entwicklungen anschieben. Auch wegen der Konkurrenzsituation“, verweist Dreifürst auf den zweiten Jugendförderverein in der Domstadt, den Borussia Fulda und der Haimbacher SV bilden.
Talente, so Dreifürst, gebe es genügend. „Das Potential ist da“, sagt der JFV-Vorstand und will bewusst den Namenszusatz „Osthessen“ im geplanten Jugendförderzentrum einsetzen, um das Einzugsgebiet zu erweitern und seinen Status als Nummer eins in der Nachwuchsarbeit zu festigen. „Es geht aber um die Sache“, betont Dreifürst – Talente fordern und fördern. Und Martin Geisendörfer, Finanzvorstand des TSV Lehnerz, ergänzt: "Wir wollen den JFV weiter nach vorne bringen und da ist es logisch, dass wir solche Überlegungen haben. Schließlich sind wir die Nummer eins in Nord- und Osthessen und wollen das auch weiter bleiben."
Noch befinde sich das Projekt in der Planungsphase, konkrete Pläne liegen noch nicht in der Schublade. Zunächst gelte es, Grundstücksfragen zu klären. Denn das anvisierte Gelände neben dem Kunstrasen gehöre der Stadt Fulda. „Wir müssen diese Fragen erst einmal klären, bevor wir weiter planen können“, sagt Werner Heurich, Mitglied im Ortsbeirat des Fuldaer Stadtteils Lehnerz, „und dann müssen wir die Gemeinde von diesem Projekt überzeugen.“
Auch wenn die Pläne bislang nur als Vision existieren, ist man beim JFV zuversichtlich, diese in die Tat umzusetzen. „Wegen der Umsetzung mache ich mir keine Gedanken, das würden wir hinbekommen“, ist sich Dreifürst sicher, „aber wir müssen eben andere Fragen was das Grundstück und die Finanzierung angeht klären.“ Dann könnte der Nachwuchs des JFV Viktoria Fulda schon in absehbarer Zeit in ein schmuckes Funktionsgebäude einziehen. Und Werner Heurich hält fest: „Wer keine Ziele hat, kann auch keine erreichen.“ (Tobias Herrling) +++