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Stand jetzt: Verbandsliga oder KOL?

Was wird aus SVA? - KALLEE: "Spielen erstmal Saison ordentlich zu Ende"


Fotos: Hans-Hubertus Braune

12.05.2016 / FUSSBALL - Die heimischen Fußball-Ligen gehen in die entscheidende Phase. Wer steigt auf? Wer steigt ab? In der Hessenliga scheinen die Fronten geklärt. Der SV Buchonia Flieden muss als Tabellenletzter in der kommenden Saison in die Fußball-Verbandsliga Nord. Alle anderen Vereine aus der Region haben den Klassenerhalt sicher, bestätigt auch Verbandsliga-Klassenleiter Horst Riemenschneider. Sowohl der OSC Vellmar als auch Borussia Fulda seien sicher. Ob der SV Wiesbaden seine Mannschaft aus der Hessenliga zurückzieht oder auch nicht, spielt für unsere heimischen Mannschaften keine entscheidende Rolle.

"In der Verbandsliga Nord wird es bei vier Absteigern bleiben", bestätigt Riemenschneider gegenüber OSTHESSEN|NEWS-Sport. Mit Schauenburg, KSV Baunatal II und Korbach stehen drei Absteiger bereits fest. Den vierten Absteiger machen wohl der SC Willingen (29 Punkte bei 29 Spielen), der SVA Bad Hersfeld (30 Punkte / 29 Spiele) und der FV 08 Melsungen (34 Punkte, 29 Spiele) unter sich aus.

Doch nun wird es etwas komplizierter: Der SVA Bad Hersfeld möchte in der kommenden Saison nicht mehr in der Fußball-Verbandsliga spielen - so waren zumindest zunächst die Tendenzen. Hintergründe waren, dass der Kader sportlich nicht mehr für diese Klasse ausreichen werde. Ungeachtet dieser Überlegungen macht Trainer Frank Ullrich allerdings deutlich, dass seine Jungs auf dem Platz alles geben werden, um den Abstieg zu verhindern. Eine sportlich saubere und faire Ansage, die auch der Verein unterstützt.

Entgegen aller Gerüchte verfolgt der SVA Bad Hersfeld folgende Zielsetzung: "Wir werden die Saison mit beiden Mannschaften nach besten Wissen und Gewissen zu Ende spielen. Für die erste Mannschaft bedeutet dies, dass wir versuchen, die Klasse zu halten", sagt Norbert Kallée, der für die Seniorenmannschaften zuständig ist. "Danach werden wir entscheiden, was wir machen. Und das ohne Nachteile für andere Mannschaften", ergänzt der Asbacher. Stand jetzt bedeutet dies bei einem sportlichen Klassenerhalt: Der SVA Bad Hersfeld bleibt in der Fußball-Verbandsliga oder er zieht seine Mannschaft zurück, was derzeit heißen würde: Der SVA müsste dann mit der ersten Mannschaft in die Kreisoberliga Fulda Nord.

Kann der SVA denn überhaupt freiwillig in die Gruppenliga absteigen? Nein, kann er nicht. Das immer wieder in die Welt gesetzte Datum "15. Mai" hat keinerlei Relevanz. "Ein freiwilliger Abstieg bedeutet immer, dass der Verein dann zwei Klassen tiefer absteigen muss", bestätigt Klassenleiter Horst Riemenschneider. Mit einem weiteren Gerücht räumt Jochen Schmitt, zweiter Vorsitzender des SC Willingen auf. Nein, die Upländer wollen nicht zurückziehen und wollen auch nicht absteigen - ob freiwillig oder nicht. "Das stimmt nicht. Wir wollen auf jeden Fall die Klasse halten, auch wenn uns die Hinhaltetaktik schon nervt", sagte Schmitt gegenüber OSTHESSEN|NEWS-Sport. Die Willinger spielen am Samstagabend gegen den Tabellenführer SV Steinbach, der in der Partyhochburg sein Meisterstück vollenden kann. Melsungen muss zu den Junglöwen nach Kassel, also zum Tabellenzweiten. Der SVA Bad Hersfeld tritt bereits am Freitagabend zu Hause gegen den Tabellenachten SV Eschwege an, und hat die von der Papierform her leichtere Aufgabe vor sich.

Für Klassenleiter Horst Riemenschneider ist diese Situation neu. Solch ein Fall habe es in seiner Liga noch nie gegeben. Am Freitag tagt turnusgemäß der Verbandsvorstand in Grünberg. "Wir werden uns kurz über das Thema im Verbandsspielausschuss unterhalten. Wir treffen uns ja nicht allein wegen Asbach", sagt Riemenschenider. Er macht deutlich, dass es aber auf jeden Fall in Zukunft eine Lösung geben müsse, er rechnet mit zunehmenden Fällen dieser Art. (Hans-Hubertus Braune) +++

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