Fall "Stadtallendorf" abgeschlossen
TSV Lehnerz hat seine drei Punkte wieder - Ging "ums Prinzip" vor Landgericht
Fotomontage: Janina Hohmann
26.04.2016 / FUSSBALL -
Der TSV Lehnerz hat den Hessischen Fußballverband (HFV) erfolgreich verklagt und bekommt die drei Punkte aus dem Hessenligaspiel gegen Eintracht Stadtallendorf zurück. Das entschied am Montagmorgen das Landgericht in Frankfurt am Main, wie Finanzvorstand Martin Geisendörfer auf Nachfrage von ON|Sport bestätigte. "Es ging uns bei der ganzen Sache um den sportlichen Aspekt und auch um das Prinzip", erklärte er. Mit drei Punkten mehr auf dem Konto ist der Kampf Hessenliga-Platz drei wieder spannend, in Richtung Regionalliga ist aber nichts mehr möglich.
Alles begann am 5. September 2015 als Lehnerz-Verteidiger Sebastian Bartel kurzfristig in die Mannschaft rutschte - Niklas Odenwald hatte sich beim Aufwärmen verletzt. Bei der Passkontrolle wurde Bartel vom Schiedsrichter aufgerufen, konnte sich auch ausweisen, obwohl er nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Schon in der Halbzeit informierte der TSV den Schiedsrichter über den Fehler. Lehnerz siegte hochverdient mit 3:0. Stadtallendorf legte Einspruch gegen das Ergebnis ein und bekam vom HFV recht. Dieses Urteil wurde vom Landgericht nun entkräftet.
"Die Richterin sprach davon, dass das Urteil des Fußballverbands den rechtsstaatlichen Gepflogenheiten widerspricht", erzählt Geisendörfer. Ein großes Lob gelte den Anwälten David Medler und Markus Henkel. "Der HFV hatte Staranwälte engagiert, die auch schon den DFB vertreten haben."