Ziel: den nächsten Sebastian KEHL entwickeln
Kooperation verlängert: JFV Viktoria Fulda und Eintracht Frankfurt arbeiten weiter zusammen
Fotos: Tobias Herrling
11.03.2016 / FUSSBALL -
Der JFV Viktoria Fulda und das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) von Eintracht Frankfurt haben ihre Zusammenarbeit um drei Jahre bis 2019 verlängert. Das gaben beide Partner am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz im VIP-Raum des Lehnerzer Sportheimes bekannt.
"Wir wollen weiter präsent sein und im osthessischen Juniorenfußball die Nummer eins bleiben", sagte Thomas Dreifürst, Vorstandsvorsitzender der JFV. "Daher freuen wir uns, dass die Kooperation verlängert wurde." Derzeit sei der JFV das Aushängeschild in Stadt und Region und wolle diesen Status auch behalten. Mit acht Mannschaften sei der Nachwuchs aus Bronnzell und Lehnerz, der seit Januar 2013 gemeinsame Sache macht, im Spielbetrieb gemeldet. Die A-, B-, und C-Junioren kicken jeweils in der höchsten hessischen Leistungsklasse.
"Wir wollen die Juniorenarbeit durch den JFV attraktiver, qualifizierter und professioneller gestalten", so Dreisürst, der am Donnerstag Armin Kraaz (Leiter NLZ) und Habil Hasimi (Leiter Schouting NLZ) an der Richard-Müller-Straße begrüßte. "Hier beim JFV ist alles gegeben und überzeugend. Deshalb haben wir die Kooperation verlängert", so Kraaz, der von einem Geben und Nehmen sprach. "Wir benutzen den JFV als Antenne, um die besten Talente zu sichern." Das sei aufgrund der nationalen und regionalen (Mainz, Darmstadt) Konkurrenz äußerst schwierig, weshalb Kooperationen wie mit dem JFV eine enorme Bedeutung zukomme.
Im Gegenzug bestehe für talentierte Juniorenspieler aus Bronnzell und Lehnerz die Möglichkeit, regelmäßig am Training im NLZ teilzunehmen. "Das ist der sogenannte 'Top Talente Tag', den wir in Zukunft monatlich durchführen wollen", sagte Dreifürst. Weitere Inhalte seien, dass regelmäßig Testspiele ausgetragen werden und Turniere organisiert werden. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass Trainer der JFV zur Weiterbildung durch Hospitationen oder Praktika im Trainingsbetrieb des NLZ teilnehmen können. "Wir wollen das Know-How verteilen", so Kraaz. Derzeit seien vier Spieler aus der Region Osthessen im Nachwuchs der Eintracht aktiv. Das Ziel ist klar: den nächsten osthessischen Profi entwickeln. "Der letzte war Sebastian Kehl. Danach kam lange nichts", sagte Kraaz. (the) +++