Die Gruppenliga im Check (3)
An der Spitze: Petersberg selbstbewusst, Kampfansage aus der Rhön
03.03.2016 / FUSSBALL -
Die lange Zeit des Wartens hat ein Ende: nach der Winterpause rollt in Osthessen am kommenden Wochenende - sofern Wettergott Petrus nichts dagegen hat - endlich wieder der Ball. Zeit also, die Vereine der Hessen-, Verbands,- und Gruppenliga genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer kam? Wer ging? Wo klemmt es noch? Im dritten und letzten Teil blicken wir auf die Spitze der Gruppenliga. Petersberg hat zwar sechs Punkte Vorsprung, die Konkurrenz hat aber noch lange nicht aufgegeben. Auch der Kampf um den Relegationsplatz könnte mehr als spannende werden.
Das hat sich verändert: "Nichts, personell verlief die Winterpause optimal. Keiner unserer Lesitungsträger ist gegangen, im Gegenteil: wir haben schon jetzt vom gesamten Kader die Zusage für die kommende Saison erhalten", verriet RSV-Trainer Goran Gajic, "es freut mich, dass wir zusammenbleiben. So kann ich mit der jungen Mannschaft weiter erfolgreich sein - sie hat auch mein absolutes Vertrauen." Einzig Patrick Müller sei noch angeschlagen - der Rest des Teams sei fit und auch von Grippe und Krankheit weitestgehend verschont geblieben.
ON|Sport-Prognose: 14 Siege in 17 Spielen sind eine wirklich große Hausnummer. Kommt der RSV gut aus den (Winter)Startlöchern, wird ihm die Meisterschaft kaum zu nehmen sein - die junge Mannschaft hat Potenzial und mit Trainer Goran Gajic scheinbar auch den richtigen Mentor, um den Willen aus den Spielern zu kitzeln. Vorsicht ist dennoch geboten: Es wartet noch das direkte Aufeinandertreffen mit beiden Verfolgern.
Das hat sich geändert: Als Abgang steht nur Julien Mackenrodt (Hilders) fest, der in der Hinrunde aber ohnehin keine Rolle mehr im Team spielte. "Von daher hat sich bei uns eigentlich kaum etwas getan. Wir durften aber einige Verletzte begrüßen", freute sich Spielertrainer Robert Schorstein über die Rekonvaleszenz von Christian Büttner, Steffen Kümmel und Marius Schäfer freuen. "Für uns ist die Regenration in der Winterpause entscheidend. Wir haben im Sommer wenig Pause, weil wir drei Sportfeste mit allen Vereinen abhalten, die für uns wichtig sind - so bleibt wenig Zeit, sich auszuruhen."
So lief die Vorbereitung: Kurz und dafür intensiver ließ Robert Schorstein trainieren. Nach der ärgerlichen 1:2-Niederlage gegen die A-Junioren des JfV Viktoria Fulda folgten eindrucksvolle Siege gegen Neuhof (3:2) und Künzell (7:2). "Das waren schon wirklich gute Leistungen. Vor allem der Sieg gegen Künzell, ein starkes und aggressives Team, war wichtig", ist Schorstei zufrieden. In nur viereinhalb Wochen wurde an den Schwächen gearbeitet, die man ausmerzen wollte: "Wir haben Probleme im Spiel gegen den Ball und schaffen es nicht, gegen tiefstehende Gegner Torchancen zu kreieren. Daran haben wir gepfeilt." Tests dürfe man aber nicht überbewerten, Gruppenliga sei noch einmal etwas anderes.
ON|Sport-Prognose: Mit dem efahrenen Schorstein als Anker und dem Rückkehrer Steffen Kümmel wird die SG Ehrenberg weiterhin an der Spitze bleiben. Das Duelle um den Relegationsplatz mit der SG Bronnzell wird ganz sicher spannende werden. Von der Konstanz und dem direkten Duell gegen die RSV Petersberg hängt ab, ob man noch einmal angreifen kann. Schorstein gibt sich kämpferisch: "Petersberg ist noch lange nicht auf und davon."
Das hat sich geändert: "Wie auch schon in der Hinrunde hatten wir das große Glück, von Verletzungen verschont geblieben zu sein - nur Marius Simonowski befindet sich im Aufbau nach langer Verletzung, aber er war auch schon in der Hinserie nicht verfügbar", erzählt Viktoria -Coach Stefan Dresel. Einzig Marius Simonowski sei im Aufbau als Langzeitverletzter. Ärgerlich sei hingegen, dass Silvan Gaul nach einer roten Karten in der zweiten Mannschaft für drei Spiele gesperrt ist.
So lief die Vorbereitung: Der Winter sei immer schwieriger als der Sommer, weil die Bedingungen miserabel waren. "Wir sind überall hin ausgewiche: Kunstrasen, Soccer-Five-Halle, Fitness-Studio oder einfach klassisch den Wald, um zu laufen", so Dresel. Die durchwachsenen Testspielergebnisse seien nicht überzubewerten: "Tests sind Tests. Wir wollen definitv alles dafür tun, unseren dritten PLatz zu verteidigen - das wird schwer genug."
ON|Sport-Prognose: Mit Taktikfuchs Stefan Dresel an der Seitenlinie und einem jungen, talentierten Team ist Bronnzell vieles zuzutrauen. Mit einer Serie und vor allem einem Sieg im direkten Duell mit Petersberg kann es durchaus noch spannend werden. Auch der Kampf um den Relegationsplatz wird Gruppenliga-Fans erfreuen.
FC Eichenzell
Das hat sich geändert: Mit Christian Winter verließ Eichenzell einer der treffsichersten Spieler. Zudem wurde bekannt, dass Spielertrainer Dominik Möller ab Sommer nur noch als Spieler agieren wird. Heiko Rützel wird sein Amt übernehmen.
So lief die Vorbereitung: Auf dem Papier sahen die Tests nicht berauschend aus: 0:6 gegen Borussia Fulda, 2:4 gegen Steinbach, 4:4 gegen Viktoria Fulda und ein 5:2-Sieg gegen Rückers. Alles egal, da der Liga-Auftakt mit einem 2:1-Sieg gegen Thalau gelungen ist.
ON|Sport-Prognose: Der Sieg vom Wochenende tut gut und katapultiert die Möller-Elf in Schlagdistanz. Eichenzell lauert als Verfolger und kann ohne Druck aufspielen. Eine Eichenzeller Überraschung ist auf jeden Fall noch drin.
SG Johannesberg
Das hat sich geändert: Nachdem Oliver Starke das Traineramt niedergelegt hatte, übernahm Zeljko Karamatic die Rolle. "Über meinen Bruder entstand der Kontakt und Lother Plappert hatte mich schließlich gefragt", erzählt der Interims-Trainer bis zum Sommer. Abgänge musste er keine Verzeichnen, dafür kam von Borussia Fulda mit Enes Hoxha eine "echte Verstärkung", die in den Testspielen bereits auf sich aufmerksam machte. "Wir haben nicht viel geändert, auch der Trainingsplan ist gleich geblieben. Ich wollte es für die Mannschaft nicht zu kompliziert machen", so Karamatic.
So lief die Vorbereitung: Zwei klare Siege gegen Rückers und Steinau/FD sind nicht aussagekräftig, aber Karamtic ist mit der Vorbereitung vollauf zufrieden: "Wir haben zwar einen kleinen Kader, aber die Jungs sind gut mitgezogen. Wir haben das Spiel mit der Viererkette geübt und uns verbessert - wir haben intelligente, technisch gute Spiel
ON|Sport-Prognose: Sind alle Mann an Board, ist Johannesberg eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga. Sobald der kleine Kader aber durch Blessuren geschwächt wird, ist die SG schlagbar.
Das hat sich geändert: Ein wichtiger Faktor beim SV Großenlüder ist die nicht vorhandene Verletztenliste. "Da war uns das Glück in der Hinserie hold - so darf es ruhig weitergehen", sagte Trainer Thomas Reith. Mit einer unangenehmen Spielweise und einer sattelfesten Hintermannschaft haben die Teutonen fleißig Punkte gesammelt - daran solle sich im besten Fall nichts ändern.
So lief die Vorbereitung: Zwei klare Siege gegen Dittlofrod/Körnbach (8:3) und Rothenkirchen/Kiebitzgrund (8:0) wurden von einer 1:2-Niederlage gegen Rückers etwas vermiest: "Das werden wir aber nicht zu hoch hängen. Da waren indiviuelle Fehler schuld und Tests sind keine Punktspiele", so Reith weiter. Trotz durchwachsener Trainingsbeteiligung ist er guter Dinge, weiterhin mit einer bombenfesten Abwehr zu spielen und den guten Tabellenplatz möglichst lange zu halten.
ON|Sport-Prognose: Großenlüder ist schon ein Phänomen: Nur 18 Gegentore und Platz sechs den Winter über zeigen, dass knallhartes Verteidigen auch Früchte tragen kann. Bleibt das Lazarett weiterhin leer, können sich die Teutonen aus dem Abstiegsampf locker heraushalten. Sollte aber auch die ein oder andere Verletzung plagen - besonders der Ausfall von Fabial Lehmann wäre schmerzlich - könnten auch sie noch in Gefahr kommen. +++