„Wollen den Fans etwas zurück geben“
Tomas KRAJCOVIC trifft gegen Neukölln auf einen alten Freund
Foto: Tobias Herrling
19.02.2016 / WASSERBALL -
Er war slowakischer Pokalsieger, spielte jahrelang um Meisterschaften und nahm mit seinem Heimatland an einer Weltmeisterschaft teil. Seit fast vier Jahren spielt er nun schon in Fulda, wechselte in die 2. Bundesliga und schaffte mit den Wasserfreunden zweimal den Aufstieg in die höchste Liga des Landes. Die Rede ist von Tomas Krajcovic, dem Kraftpaket im Rückraum der Barockstädter. Am Samstag (19 Uhr) möchte nicht nur Krajcovic den lange ersehnten ersten Sieg feiern - und den Fans endlich etwas zurückgeben.
„Das Bad ist immer voll und die Stimmung super. Aber die Fans wollen auch endlich mal einen Sieg sehen“, sagt der 29-Jährige im Vorfeld der Begegnung gegen die SG Neukölln, die letztes Jahr noch in der A-Liga spielte und als Tabellenvierter punktgleich mit dem zweiten Wedding gute Chancen auf die direkte Rückkehr besitzen. Die Wasserfreunde Fulda hingegen liegen immer noch sieglos am Ende der Tabelle, unter dem neuen Trainer Janusz Gogola ist ein Aufwärtstrend aber erkennbar. „Ich bin mit ihm zufrieden, er zeigt uns viele Kleinigkeiten auf, die wir verbessern müssen“, so Krajcovic.
Mit dem Wasserball in Berührung kommt Tomas Krajcovic als Schüler. In der dritten Klasse steht ein Schwimmkurs auf dem Programm, als ein Freund seines Bruders fragt, ob er nicht einmal mitspielen wolle. „Von da an bin ich dabei geblieben“, erzählt er. Er meldet sich in seiner Heimatstadt Topolcany, die etwa hundert Kilometer von Bratislava entfernt liegt, bei einem Verein an, der mittlerweile SC Pirana Topolcany heißt. Nach dem Abitur zieht es ihn zum Studium in die Hauptstadt. Seine Karriere als Wasserballer hat er in der Zwischenzeit voran getrieben, bei Slavia UK Bratislava - einer Art Uni-Mannschaft - spielt er als Profi. „Ich habe zehn Mal in der Woche trainiert. Nur so kannst du Erfolg haben, du musst über Grenzen gehen“, sagt Krajcovic, der für sein Heimatland nominiert wird und als Höhepunkt bei der Weltmeisterschaft 2005 in Argentinien teilnimmt. 2009 reißt bei ihm die Bizepssehne in der rechten Schulter, er wird operiert und verpasst eine ganze Saison. „Das war eine schwierige Zeit und hat mich nach hinten geworfen“, erzählt Krajcovic, der sich aber zurück kämpft.