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"Für Tore sind wir immer gut"

ARANY, BORBELY, HORVATH - Ungarn-Trio für den Klassenerhalt

Der eine wirft, der andere verhindert Tore: David Horvath (links) und Sebastian Arany (rechts) ...
Fotos (2): Tobias Herrling

12.02.2016 / WASSERBALL - Der eine hält den Kasten sauber, der andere sorgt für Stabilität in der Abwehr und der dritte ist im Angriff für die Tore gut. Bei den Bundesliga-Wasserballern der Wasserfreunde Fulda spielt seit dieser Saison ein Trio aus Ungarn, das helfen soll, den Klassenerhalt zu schaffen. Während David Horvath und Balazs Borbely schon seit einigen Jahren in der Barockstadt spielen, kam Torwart Sebastian Arany im Oktober zur Mannschaft, die noch auf ihren ersten Punktgewinn wartet. An diesem Samstag (19 Uhr) besteht die nächste Möglichkeit zu punkten, dann gastiert der SC Wedding im Sportbad Ziehers Nord.


Janusz Gogola dürfte tief durchgeatmet haben. Denn der neue Trainer der Wasserfreunde Fulda kann gegen die Berliner wieder auf die Unterstützung seines etatmäßigen Centers David Horvath bauen. Der 27-Jährige hatte sich vor Weihnachten gegen Duisburg eine Sperre geholt und musste die letzten beiden Begegnung zuschauen. Nun darf Horvath wieder eingreifen und eröffnet Janusz Gogola weitere Möglichkeiten im Angriffsspiel. "Wir brauchen einen guten Tag in der Defensive, vorne sind wir immer für Tore gut", gibt Horvath die Marschroute vor. Womit der Bogen zu Balazs Borbely und Sebastian Arany, die vorrangig für Aufgaben in der Abwehr vorgesehen sind, gespannt wäre.

Borbely ist mit seinen 31 Jahren der Routinier in der Mannschaft, Arany ein junges Talent zwischen den Pfosten. "Ich fühle mich in Fulda wohl, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen", sagt der 21-Jährige, der aus der Stadt mit dem klangvollen Namen Hódmezovásárhely stammt. Dort schaffte er auch den Sprung in die 2. Liga. "Gegen Budapest habe ich einmal kurz vor Schluss einen Penalty gehalten und wir haben 3:2 gewonnen", erzählt Arany eine Anekdote aus seiner Zeit in der heimischen Liga. Im letzten Jahr folgte der Schritt in die deutsche Bundesliga, nachdem er zuvor bei einem Probetraining überzeugt hatte. Zunächst musste er sich hinter Nikolas Hohmann anstellen, mittlerweile ist Arany - auch weil Hohmann auswärts studiert und nur eingeschränkt trainieren kann - zur Stammkraft aufgestiegen.

Ihre Leidenschaft für den Wasserball entfachte bei Arany und Horvath vor allem das Abschneiden der ungarischen Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen 2000 beziehungsweise 2004 (zweimal Gold). "Wir fanden das super und sind dabei geblieben", sagen die beiden unisono. David Horvath, der ursprünglich aus Kaposvár stammt, spielt inzwischen zum zweiten Mal in der Barockstadt, nachdem er für eine Saison in die Heimat nach Újpest zurück gekehrt war. "Ich habe dort in der ersten Liga gespielt, aber ich wollte zurück nach Fulda", sagt Horvath, der mit Balazs Borbely noch in Újpest zusammen gespielt hatte. Kein Wunder, dass Borbely, der fast schon zum Inventar der Wasserfreunde gehört, den Fußballern des Újpest FC die Daumen drückt. 

Zu gerne würden die drei am Samstag die ersten Punkte auf das Konto der Domstädter holen, um mit dem ersehnten ersten Erfolgserlebnis Selbstvertrauen zu sammeln. Denn im Februar und März stehen fünf Heimspiele an, die die Ausgangslage verbessern könnten. "Wir wollen sechs bis acht Punkte bis zu den Play-Offs holen und sind dann hoffentlich voll da", blickt Horvath voraus. Vor den Play-Offs geht es dann für die drei in die Heimat. In Eger schlagen die Wasserfreunde eine Woche lang ihr Trainingslager auf, um sich im Kampf um den Klassenerhalt den letzten Feinschliff zu holen. (Tobias Herrling) +++

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