OSC Potsdam - Wasserfreunde Fulda 17:6
Aufsteiger bietet Favorit Paroli - "Zwei Viertel sehr gut gespielt"
Archivfoto: Christian Schmitt
07.02.2016 / WASSERBALL -
Neues Jahr, altes Leid für die Bundesliga-Wasserballer der Wasserfreunde Fulda. Zwei Viertel konnte der Aufsteiger am Samstagabend gegen den Favoriten Potsdam gut mithalten, musste sich am Ende dennoch mit 6:17 (0:3; 4:4; 1:5; 1:5) geschlagen geben. Auf die Leistung seiner Jungs kann Trainer Janusz Gogola aber aufbauen.
Bereits vor Anpfiff der Partie war klar, dass das Duell mit dem OSC Potsdam nur schwerlich auf Augenhöhe stattfinden würde. Gerade vor Wochenfrist erreichte das Team von Torwartlegende Alexandr Tchigir das Final-Four-Turnier im Deutschen Wasserball-Pokal. Der Gegner im Viertelfinale war ausgerechnet der Ligaprimus der B-Gruppe, der Duisburger SV 98 (Ergebnis: 16:5). Dennoch startete Fulda mutig und spielstark in die Partie und wehrte die ersten Angriffsversuche der Brandenburger sicher ab.
Schon früh zeigte sich, dass Torwart Sebastian Arany einen guten Tag erwischt hatte. Er brillierte sowohl bei Fernschüssen, als auch als mitspielender Torwart und verhinderte einen frühen Rückstand der Wasserfreunde. Nach dem 0:1 durch den späteren fünffachen Torschützen Dennis Strelezkij hielt Fulda den eigenen Kasten über sechs Minuten lang sauber, bevor jedoch Potsdam mit einem Doppelschlag ein deutliches 3:0 zur ersten Pause herstellte. Dass dieses Ergebnis ob der guten Leistung der Wasserfreunde, die durch häufiges Auswechseln das hohe Tempo aufrecht erhalten konnten, zu hoch ausfiel, zeigte sich im zweiten Abschnitt. Erst Marc Ritzel nach schönem Überzahlspiel, dann Marc Weber als Center und schließlich Alexander Hörl von außen stellen für die Gäste den Anschluss wieder her. Die Wasserfreunde hatten zu diesem Zeitpunkt ihre stärkste Phase und hielten das Match gegen den hohen Favoriten offen. Erst zwei Minuten vor Ende des zweiten Viertels konnte sich Potsdam wieder mit mehr als einem Tor absetzen. "Wir haben Paroli geboten, aber Potsdam ist natürlich eine Hausnummer in der Liga. Mit zwei Vierteln können wir sehr zufrieden sein", sagte der ehemalige Kapitän Tarek Bary, der nach Verletzung an seinem Comeback arbeitet.
Am kommenden Wochenende (Samstag, 13. Februar) können sich die WFF und ihr neuer Trainer Janusz Gogola wieder vor heimischem Publikum präsentieren. Dann heißt es, gegen den SC Wedding das lang ersehnte erste Punktepaar einzufahren. (alw)
OSC Potsdam: Michael Knelangen – Alexander Schwarze, Artur Tchigir, Thilo Popp, Max Kössler, Dennis Strelezkij (5), Ferdinand Korbel (1), Christian Saggau (2), Gabriel Satanovsky (1), Matteo Dufour (2), Hannes Schulz, Reiko Zech (4), Marc Langer (2).
Wasserfreunde Fulda: Sebastian Aarany, Nikolas Hohmann – Balaszy Borbely, Robert Patas, Leon Schmitt, Dominik de Beisac, Alexander Hörl (2), Marc Ritzel (1), Tomas Krajcovic (1), Marvin Hohmann, Philipp Müller, Philipp von Keitz (1), Marc Weber (1).
Zuschauer: 200. +++