Gelebte Ökumene

Sternsinger mit zweierlei Konfession unterwegs



07.01.2016 / GREBENAU - Segen bringen, Segen sein, Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ So lautet das Motto der diesjährigen Aktion zum Dreikönigssingen. Mädchen und Jungen, prächtig gekleidet, machen sich als Sternsinger auf den Weg zu den Menschen und bringen die Hoffnung der Weihnachtsnacht mit dem Segen in die Häuser. Dort werden die Kinder und Jugendlichen von der Bevölkerung erwartet. Diese öffnet ihre Tür, ihr Herz und auch ein klein wenig ihren Geldbeutel. Begleitet werden die jungen Sänger dabei von Dagmar Eßer, Eva Montanus, Nicole Ruppel und Melanie Hamel.



Gerade in traditionell evangelischen Gegenden hat sich der Brauch der Sternsinger zu einer ökumenischen Botschaft entwickelt. Deshalb findet man auch im Gründchen nicht nur Katholiken unter den kleinen Königinnen und Königen. Bevor eine gute Tradition wegen Personalmangel einschläft, wird lieber um Unterstützung bei der Schwesterkirche ersucht.

Zum 58. Male ziehen Kinder los um Geld zu sammeln, Geld um damit Alterskollegen in der Welt zu helfen. Das Beispielland Bolivien macht es deutlich, dass in vielen Regionen der Welt auch Kinder in Not leben. Ein Land am anderen Ende der Welt, von dem wir eigentlich viel zu wenig wissen.

In diesem Jahr war das Grebenauer Rathaus die erste Station in der die Sternsinger ihre frohe Botschaft verkündeten. Über den Besuch freuten sich neben Bürgermeister Lars Wicke, auch Ortsvorsteherin Renate Herrmann und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Weiter ging es dann zum Kindergarten Tabaluga und in den Seniorenkreis. In diesem Jahr wird auch der Kindergarten in Breitenbach am Herzberg besucht. „Dann ziehen wir weiter durch die Straßen unserer Orte im Gründchen und in Lingelbach und tragen den Segen in die Häuser der Bevölkerung“, so Dagmar Esser abschließend.+++

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