TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell vor dem HIT
Timo BOLL mit Düsseldorf unter Druck: Top-Favorit braucht Erfolg
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02.01.2016 / TISCHTENNIS -
Die Weihnachtsgans ist verdaut, auf das neue Jahr wurde angestoßen, nun ist Zeit für die Tischtennis-Festwochen des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Am heutigen Sonntag (15 Uhr) gastiert Rekordmeister Borussia Düsseldorf zum Bundesliga-Spitzenspiel in der seit Wochen ausverkauften Hubtex-Arena, bevor es am kommenden Wochenende zur Pokal-Endrunde nach Neu-Ulm (Bayern) geht. Auf dem Papier geht der TTC sogar als leichter Favorit in das Spiel gegen den Tabellenfünften. Trainer Qing Yu Meng weiß aber genau um die Stärken der Westfalen.
"Gegen Düsseldorf ist es immer schwer. Die Mannschaft ist so stark, dass wir unser bestes Tischtennis zeigen müssen, um gegen sie zu bestehen", ist sich der Trainer des TTC sicher. "Ein oder zwei Tage konnten die Jungs entspannen und Weihnachten genießen, aber dann war wieder Training angesagt. Es warten schließlich wichtige Wochen auf uns", sagt Meng im Gespräch mit ON|Sport.
Seit dem Hinspiel in Düsseldorf am 20. September vergangenen Jahres sind Wang Xi, Ruwen Filus und Jonathan Groth ungeschlagen als Team. Auf die 1:3-Schlappe bei den Westfalen folgten sieben Siege am Stück und der Sprung auf Platz zwei. Dagegen verlor Düsseldorf fünf der letzten sieben Bundesliga-Duelle. "Das hat aber alles nichts zu heißen. Düsseldorf wird mit einer Top-Mannschaft zu uns kommen und uns alles abverlangen", vermutet Meng. Taktisch wollte er sich noch nicht in die Karten schauen lassen.
Der Rekordmeister schwächelt
Doch die Rheinländer sind bis in die Haarspitzen motiviert, reisten eigens bereits am Vortag an und wollen noch eine Trainingseinheit in der Hubtex-Arena absolvieren. "Kamal und Patrick trainieren in dieser Woche bereits wieder sehr gut, Panos wird am Wochenende dazukommen. Vor allem von Timo erwarten wir in diesem Spiel viel", sagt Düsseldorfs Trainer Danny Heister auf der vereinseigenen Internetseite der Düsseldorfer unter der Überschrift "KNaller zum Jahresbeginn". Der Düsseldorfer weiß, dass der derzeitige fünfte Tabellenplatz nicht den Ansprüchen des Serie-Titelträgers ist.
Doch das Konstrukt der Play-Offs nach der Meisterschaftsrunde lässt auch den Düsseldorfern noch alle Chancen. Platz vier reicht schließlich und die Karten würden neu gemischt. Doch dazu ist am Sonntag in der ausverkauften Hubtex-Arena in Fulda ein Erfolg bitter nötig.
Für die Osthessen heißt die Devise dagegen: Dem Publikum ein heißes Match bieten und durch einen Erfolg gegen Düsseldorf mit viel Selbstvertrauen eine Woche später zur Pokalendrunde nach Ulm zu fahren. Die Festwochen können beginnen. (Julius Böhm / Hans-Hubertus Braune) +++