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Letzter Aufgalopp mit letztem Aufgebot

Flieden muss zum Zweiten - "Über unsere Grenzen gehen"

Steht vor einer Herkulesaufgabe: Meik Voll tritt mit ersatzgeschwächten Fliedenern in Watzenborn an
Archivfoto: Carina Jirsch

10.12.2015 / FUSSBALL - Beim Hessenligisten SV Flieden dürfte man froh sein, dass es nach dem Spiel am Samstag (14 Uhr) gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg in die Winterpause geht. Denn das Aufgebot von Meik Voll wird auch beim Aufsteiger äußerst spärlich besetzt sein. Ein letzter Aufgalopp mit dem letzten Aufgebot quasi. Fliedens Übungsleiter wittert aber genau darin eine Chance.


"Watzenborn kennt unsere erste Elf am Samstag nicht, das könnte uns vielleicht in die Karten spielen", hofft Voll, der neben den Verletzten Stefan Dietz, Sascha Rumpeltes auch noch auf Dennis Nuspahic (Innenbandanriss im Knie), Jonas Ritzel (Hochzeit seines Bruders), Andreas Drews und vermutlich Julian Ankert verzichten muss. Für Ritzel wird Lukas Hohmann im Tor stehen, Daniel Werner wird als Ersatz dabei sein. "Er wird uns über den Winter hinaus als Stand-by-Keeper erhalten bleiben", freut sich Voll. Aus der zweiten Mannschaften werden Andreas Heil und Philipp Mötzung mit zum Aufsteiger, der mit einem Sieg auf Platz eins in die Winterpause gehen könnte, fahren. "Das wird für Watzenborn natürlich ein riesen Ansporn sein", so Voll und ergänzt: "Genau so wie es unser Ansporn ist, dass wir auf einem einstelligen Tabellenplatz überwintern könnten."

Dafür benötigen die Buchonen aber einen wahren Husarenstreich und einen Sieg gegen die Teutonia."Wir müssen ihren Spielaufbau zerstören und über unsere Grenzen gehen, nur dann haben wir eine Chance, zu überraschen", gibt Voll die Marschrichtung vor. Fliedens Trainer vermutet, dass auf Kunstrasen gespielt - auch weil sich Watzenborn dadurch einen Vorteil erhoffe. "Auf Naturrasen sind wir unbequemer. Aber nichts desto trotz werden wir alles in die Waagschale werfen. Wir wollen so lange es geht die 'null' halten." Die Niederlage gegen Lohfelden am vergangenen Wochenende (1:3) habe man aufgearbeitet. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie eine überragende Chance haben liegen lassen. Denn Lohfelden war schlagbar", so Voll. Ob der SV angesichts der personellen Misere im Winter nachlegen wird? "Wir haben nur begrenzte Möglichkeiten. Aber wir machen uns natürlich Gedanken und haben Ideen. Das wäre dann aber nur punktuell", lässt Meik Voll durchblicken. In Watzenborn muss es zunächst noch sein letztes Aufgebot richten. (the) +++

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