Bachrain trennt sich von BEDNAREK
"Vielleicht hat meine Nase nicht gefallen" - Keine sportlichen Gründe
Archivfoto: Julius Böhm
04.12.2015 / FUSSBALL -
Der Gruppenligist TSV Bachrain hat sich von seinem Trainer Sven Bednarek getrennt. Entsprechende Meldungen bestätigte Bednarek gegenüber ON|Sport am Donnerstagabend. Bachrain hinkt seinen Erwartungen in der bisherigen Spielzeit hinterher, allerdings seien sportliche Gründe für die Trennung nicht ausschlaggebend gewesen.
"Ich war in der vierten Saison in Bachrain, am Saisonende wäre es vermutlich sowieso zur Trennung gekommen. Dass es jetzt so kam, war für mich völlig überraschend und traf mich aus heiterem Himmel", so der entlassene Übungsleiter. Für Bednarek sei es wichtig gewesen, dass der sportliche Aspekt nicht entscheidend gewesen wäre. "Der Verein hat mir gesagt, dass es daran nicht lag. Wir sind zwar nur achter, aber Platz fünf wäre noch möglich gewesen."
Welche Gründe könnten dann zur Entlassung geführt haben? "Ich vermute, dass aus dem Vorstand und Umfeld Druck gemacht wurde", so Bednarek. "Vielleicht hat meine Nase nicht mehr gefallen, weil ich schon so lange hier bin", lacht Bednarek, der seinen Humor trotzdem nicht verloren hat. Einen Zusammenhang mit seiner Sperre, die er nach dem Spiel gegen die SG Schlitzerland bekommen hatte, gäbe es laut Bednarek nicht. "Bei den Verhandlungen gab es vom Verein nur positiven Zuspruch, daran lag es wohl nicht. Auch weil wir dazwischen ja schon wieder gespielt haben."
Sven Bednarek vermutet, dass der ein oder andere mit der Euphorie der Neuzugänge den Sinn für die Realität verloren hat. Denn nach gutem Beginn verlor Bachrain den Anschluss an die Spitze, auch weil immer wieder Verletzungen zu beklagen waren, Personal fehlte und die Personalie Marco Curic, der suspendiert wurde und vor einem Wechsel zum TSV Lehnerz steht, für Unruhe sorgte. Vorübergehend übernimmt Marius Link die sportliche Verantwortung in Bachrain. "Ich wünsche meinem Nachfolger, dass er das Wort 'interim' irgendwann streichen kann", so Bednarek abschließend.
und wünschen ihm für die private und sportliche Zukunft alles Gute", so der Klub weiter. (the) +++