Trotzreaktion nach dem Schock?
Nach der Dietz-Diagnose will Flieden überraschen
Archivfoto: Julius Böhm
03.12.2015 / FUSSBALL -
20 Zähler zur Hinrunde: sein selbst gestecktes Ziel hat Hessenligist SV Flieden erreicht, nun wollen die Buchonen in den verbleibenden beiden Spielen vor der Winterpause seine Ausgangslage im Abstiegskampf weiter verbessern. Vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den FSC Lohfelden erreichten Trainer Meik Voll & Co. aber eine Hiobsbotschaft: die Knieverletzung von Stürmer Stefan Dietz entpuppte sich als Knorpelschaden.
"Das ist eine absolute Katastrophe", zeigt sich Voll geschockt von der Diagnose, die Dietz mindestens bis Ende der Saison zum Zuschauen zwingen wird. "Er fehlt als Fußballer, aber auch mit seiner Art, weil er immer gute Stimmung in der Kabine verbreitet hat", so Voll weiter. Inwieweit diese Nachricht seine Mannschaft beeinflusst? "Dass unsere Leistung negativ beeinflusst glaube ich nicht", entgegnet Fliedens Übungsleiter und ergänzt: "Jedes Mal, wenn wir schlechte Nachrichten bekommen haben, haben meine Jungs eine Reaktion gezeigt." Das wollen die Kicker aus dem Königreich nun auch gegen Lohfelden, das auf Rang fünf liegt und eine starke Offensivreihe aufweist. "Wir hatten jetzt Zeit, unsere Wunden zu lecken und wollen die Euphorie, die wir haben, nutzen", blickt Voll dem Spiel entgegen. Ob auf den Fliedener Kunstrasen ausgewichen werden muss, entscheide sich noch. Voll gibt aber eine Tendenz ab. "Wir haben bei beiden Spielen auf Kunstrasen, gegen Oberrad und Dreieich, nicht gut ausgesehen. Das wollen wir nicht fortsetzen." Zumal das letzte Spiel eine Woche darauf in Watzenborn-Steinberg wohl auch auf Kunstrasen stattfinden wird.
Neben Dietz werden auch weiterhin die Verletzten Marco Gaul, Filip Osman und Sebastian Dinov fehlen, zudem muss der rot-gesperrte Lukas Heil zuschauen. Nichts desto trotz rechnet sich Voll Chancen gegen den Favoriten aus. "In dieser Jahreszeit kommen die Plätze uns eigentlich entgegen. Wir werden uns etwas einfallen lassen und wollen Lohfelden überraschen", verrät Meik Voll. (the) +++