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Das war der neunte TTBL-Spieltag..

Ochsenhausen hauchdünn Herbstmeister

Jonathan Groth - wichtiger Baustein für den Fuldaer Sieg über Hagen ...
Foto: Hans-Hubertus Braune

30.11.2015 / TISCHTENNIS - Was für ein Abschluss der Vorrunde in der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Der Aufsteiger ASV Grünwettersbach gewinnt sen­sa­tio­nell gegen Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Die Herbstmeisterschaft geht hauch­dünn an die TTF Liebherr Ochsenhausen.



Riesenjubel beim Aufsteiger: Der ASV Grünwettersbach besiegte den deut­schen Rekordmeister Borussia Düsseldorf am frü­hen Sonntagabend mit 3:2 und sorgte so für die größte Über­ra­schung der lau­fen­den Saison. Matchwinner Samuel Walker hatte den Aufsteiger gegen Patrick Franziska über­ra­schend in Führung gebracht (3:2). Nach dem zwi­schen­zeit­li­chen Ausgleich durch Kamal Achanta sorgte Alvaro Robles gegen Panagiotis Gionis dann für die erneute Gästeführung, die Franziska aus­glei­chen konnte. Im Entscheidungseinzel gegen Achanta wuchs Walker dann erneut über sich hin­aus: Lediglich den zwei­ten Satz musste der 20-jährige Brite abge­ben und durfte so den zwei­ten Saisonerfolg sei­ner Mannschaft fei­ern. „Für uns ist das ein Riesenerfolg, mit dem wir natür­lich nicht gerech­net haben. Wir haben von Anfang an gut gespielt und am Ende hat Samuel das Spiel sehr gut über die Runden gebracht“, freute sich ASV-Trainer Achim Krämer, des­sen Team damit die rote Laterne an Mühlhausen weiterreicht.

Denn für den bis­her vor­letz­ten Post SV Mühlhausen bleibt es bei nur einem Sieg in der Vorrunde. Gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt blie­ben die Thüringer ein­mal mehr unter ihren Möglichkeiten und muss­ten sich vor hei­mi­schen Publikum am Kristanplatz deut­lich mit 0:3 geschla­gen geben. Auch der zuletzt so starke Rumäne Ovidiu Ionescu konnte an die­sem Nachmittag nicht an seine Leistung aus der Vorwoche anknüp­fen und ver­lor zum Auftakt gegen Bergneustadts Eigengewächs Benedikt Duda (1:3). Nachdem zuvor Steffen Mengel Bohumil Vozicky keine Chance gelas­sen hatte (0:3), war es Ricardo Walther, der nach der Pause gegen Ersatzmann Michal Bardon für die Entscheidung sorgte. Auf Lars Hielscher musste Post-SV-Trainer Michael Schieke krank­heits­be­dingt ver­zich­ten. „Wir hat­ten uns deut­lich mehr vor­ge­nom­men und aus­ge­rech­net, aber es ist heute ein­fach viel gegen uns gelau­fen. Vielleicht gelingt uns im letz­ten Spiel des Jahres gegen Grünwettersbach den­noch ein ver­söhn­li­cher Jahresabschluss“, so Schieke.

Ein über­ra­schend deut­li­cher Erfolg gelang dem Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken TT, der beim 3:0 gegen den SV Werder Bremen erstaun­lich wenig Mühe hatte. „Ich hatte ein deut­lich schwe­re­res Spiel erwar­tet“, sagte FCS-Trainer Slobodan Grujic. Doch der Ex-Saarbrücker Bastian Steger bestä­tigte seine Formschwäche nach zwei Niederlagen in der Champions League am Donnerstag auch gegen sei­nen lang­jäh­ri­gen Weggefährten Bojan Tokic, gegen den er ledig­lich einen Satz gewin­nen konnte. Auch Tiago Apolonia hatte gegen Kirill Skachkov nur im ers­ten Satz Probleme (9:11), bevor Adrien Mattenet gegen Hunor Szöcs Saarbrückens ach­ten Sieg im neun­ten Spiel per­fekte machte. „Wir haben mit dem Sieg in der Champions League viel Selbstvertrauen getankt und heute sehr gut gespielt“, freute sich Grujic. Zur Herbstmeisterschaft reichte es jedoch nicht ganz.

Die sicher­ten sich die TTF Liebherr Ochsenhausen nach fast vier Stunden mit einem knap­pen 3:2-Erfolg gegen den TTC Zugbrücke Grenzau. Zwar konn­ten die Gastgeber wie­der auf ihre Nummer eins Andrej Gacina zurück­grei­fen, der Kroate war aller­dings noch nicht wie­der im Vollbesitz sei­ner Kräfte und unter­lag an Position drei dem Briten Liam Pitchford (1:3). Pechvogel der Partie war Grenzaus Liang Qiu, der sich zunächst Simon Gauzy geschla­gen geben musste und im Entscheidungsspiel dem Polen Jakub Dyjas unter­lag. Ochsenhausen darf sich so dank des knapp bes­se­ren Spielverhältnisses (+15) gegen­über Saarbrücken (+14) über die Herbstmeisterschaft freuen.

Bereits am Vorabend hatte der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell den ersatz­ge­schwäch­ten TTC Hagen mit 3:0 besie­gen kön­nen, der ohne Anton Källberg (Jugend-WM in Frankreich) nahezu chan­cen­los war.

Der erste Spieltag der Rückrunde beginnt mit vier Partien am Sonntag, den 6. Dezember, bevor eine Woche spä­ter der SV Werder Bremen und der TTC Hagen die fünfte Begegnung bestreiten.

Die Sonntagsspiele des 9. Spieltages in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwetterbach 2:3
Patrick Franziska – Samuel Walker 2:3 (10:12, 11:8, 11:7, 5:11, 6:11)
Kamal Achanta – Jan Zibrat 3:0 (11:7, 11:9, 11:5)
Panagiotis Gionis – Alvaro Robles 1:3 (4:11, 7:11, 11:3, 8:11)
Patrick Franziska – Jan Zibrat 3:1 (13:11, 11:5, 4:11, 11:6)
Kamal Achanta – Samuel Walker 1:3 (4:11, 11:5, 8:11, 6:11)

Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt 0:3
Ovidiu Ionescu – Benedikt Duda 1:3 (11:8, 7:11, 10:12, 3:11)
Bohumil Vozicky – Steffen Mengel 0:3 (10:12, 6:11, 7:11)
Michal Bardon – Ricardo Walther 0:3 (8:11, 7:11, 6:11)

SV Werder Bremen – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Bastian Steger – Bojan Tokic 1:3 (8:11, 8:11, 11:9, 7:11)
Kirill Skachkov – Tiago Apolonia 1:3 (11:9, 8:11, 6:11, 2:11)
Hunor Szöcs – Adrien Mattenet 1:3 (10:12, 5:11, 12:10, 6:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3
Masaki Yoshida – Jakub Dyjas 3:2 (11:6, 11:5, 9:11, 11:13, 11:5)
Liang Qiu – Simon Gauzy 1:3 (12:10, 5:11, 5:11, 7:11)
Andrej Gacina – Liam Pitchford 1:3 (11:5, 8:11, 6:11, 9:11)
Masaki Yoshida – Simon Gauzy 3:2 (11:7, 14:12, 11:13, 9:11, 11:7)
Liang Qiu – Jakub Dyjas 1:3 (5:11, 9:11, 12:10, 6:11)

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