Borussia Fulda - Eintracht Stadtallendorf 3:1
"Der SCB ist wieder da" - Borussen erkämpfen sich Heimsieg
Der Urschrei von Mark Jaksch nach seinem 1:1-Treffer
08.11.2015 / FUSSBALL -
Der SC Borussia Fulda ist zurück, das skandierten zumindest die Fans im Fanblock minutenlang nach dem Abpfiff. Es war ein spannendes, lange Zeit offenes und intensives Hessenligaspiel gegen die Gäste aus Stadtallendorf. Mit einer kämpferisch überragenden Leistung aber drehten die Borussen einen 0:1-Rückstand in einen 3:1 (1:1)-Heimsieg vor gut 800 Zuschauern.
"Der Sieg war so unglaublich hart erarbeitet, aber darauf müssen wir uns dieser Liga einfach einstellen", sagte Kapitän und Wegbereiter zum Sieg, Mark Jaksch, direkt nach dem Spiel, "der Ball wollte nicht rein. Wir hatten Pfosten, Latte und zum Glück hat es endlich geklappt - das war so wichtig. Und einfach super, wie das Publikum hinter uns stand, dass alle so mitgegangen sind. Absolut geil."
Dabei hätte das Spiel schlechter nicht beginnen können: schon nach sechs Minuten netzte Williams nach einer Flanke und einer Akrobatikeinlage zum 1:0 für die Gäste ein - die ohnehin verunsicherte Hintermannschaft des SCB tankte dadurch nicht gerade Selbstvertrauen. Für zehn Minuten waren die Gäste dem 2:0 nahe, aber Williams vergab seine zweite gute Möglichkeit freistehend vor dem Tor (15.). Die Borussen ließen den Kopf aber nicht hängen und kämpften sich zurück in die Partie. Jaksch mit einem langen Ball auf Felix Beck, der von der 16er-Kante nur den Pfosten traf (25.) oder Dennis Müller mit einer scharfen Flanke auf Matija Poredski, dessen Direktabnahme die Latte streifte (33.) waren die aussichtsreichsten Gelegenheiten. Noch war aber nicht alles Gold, was glänzte, denn eine haarsträubende Fehlerkette von Roman Schad und Nikola Milankovic sorgte für eine Riesenchance, die Laurin Vogt für die Gäste aber vergab. "Natürlich ist das Team verunsichert gewesen. Das Gute ist, wie wir uns dann gefangen haben und wie überraschend souverän wir aufgetreten sind", freute sich Neu-Trainer Thomas Brendel über die ersten Früchte seiner Arbeit.
Und nach 38 Minuten klingelte es dann endlich: Dennis Müller stürmte über die rechte Seite, legte ab auf Mark Jaksch, der den Ball mit dem kompletten Frust der letzten Monate unter die Latte knallte - ein echter Gänsehautmoment, wie die Mannschaft, Jaksch selbst und die Fans auf den Tribünen dieses Tor zum hochverdienten 1:1-Pausenstand feierten. "Mark war heute das Gesicht der Mannschaft. Er hat dieses Tor einfach gewollt und erzwungen", war sich Brendel sicher.
Nach der Pause dann nur noch der SCB. Jede Aktion, jeder gewonnene Zweikampf wurde bejubelt, es war richtig was los in der Johannisau. Dennis Müller per Kopf und Matija Poredski nach schönem Zuspiel von Leon Pomnitz hatten die besten Chancen zur Führung. Nach einer knappen Stunde war es dann aber Ingmar Merle, der den Ball aus elf Metern in den Winkel knallte. Abgesehen von einem Fernschuss von Stadtallendorfs Williams kam nichts mehr von den Gästen. Stattdessen erhöhte Felix Beck auf den gerechten 3:1-Endstand. Der erste Sieg nach elf Spielen ohne Dreier. (Julius Böhm)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Schiedsrichter: Patrick Haustein (Buseck).
Tore: 0:1 Del Angelo Williams (6.), 1:1 Mark Jaksch (38.), 2:1 Ingmar Merle (59.), 3:1 Felix Beck (85.)
Zuschauer: 800. +++