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Doppelpacker glänzt auf neuer Position

Bad Sodens Halil KUTLU bei alter Stärke - Fernziel Hessenliga

Halil Kutlu (links) markierte bisher sechs Treffer in zwölf Spielen
Archivfoto: Julius Böhm

06.11.2015 / FUSSBALL - Aus der Gruppen- in die Hessenliga marschieren? Die SG Bad Soden hat sich als Aufsteiger in der Verbandsliga als erster Verfolger des Spitzenreiters Steinbach in Position gebracht und vorerst auf Rang zwei festgesetzt. Große Stärke der Sprudelkicker: ihre Offensive um Halil Kutlu, der zuletzt zwei Treffer gegen Willingen (3:2) beisteuerte.


Sechs Treffer steuerte Halil Kutlu in zwölf Spielen für die SG Bad Soden im bisherigen Saisonverlauf bei. Besonderen Gefallen scheint er an "Doppelpacks" gefunden zu haben. In Hünfeld (2:0) und in Willingen (3:2) netzte der 22-Jährige jeweils doppelt und hatte so enormen Anteil an den wichtigen Zählern, die die Sprudelkicker weiter an der Tabellenspitze rangieren lassen. „Sven Hassler ist überragend, Samet Degermernci macht das klasse. Generell profitiere ich von einer funktionierenden Mannschaft“, sagt Kutlu ganz bescheiden. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Mannschaft von Trainer Sead Mehic? „Die Mannschaft harmoniert gut, jeder kämpft für jeden. Dass wir so weit oben stehen, damit hat wahrscheinlich keiner gerechnet. Es läuft momentan richtig gut und es macht Spaß“, versucht sich der Offensivmann an einer Begründung.

Die letzte Saison, als Bad Soden den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte, war für Kutlu hingegen eine zum Vergessen. Lediglich neun Einsätze standen für ihn zu Buche, in denen ihm kein Treffer gelang.  „Letztes Jahr hatte ich von Mai bis Dezember muskuläre Probleme. In der Wintervorbereitung hatte ich mich wieder herangekämpft, dann musste ich aber aus privaten Gründen in die Türkei“, erzählt Kutlu. Jetzt ist er wieder auf dem Weg zu alter Stärke und glänzt in Mehic' System auf neuer Position. „Sead ist ein super Trainer, der vorgeschlagen hatte, mich als zweite Spitze einzusetzen. Das klappt ganz gut, aber eigentlich ist es mir egal, wo ich spiele, Hauptsache ich spiele“, so der Stürmer, der in Wächtersbach wohnt.

In der B-Jugend fand er den Weg zu den Sprudelkickern, die ihm die besten sportlichen Perspektiven boten. Als 17-jähriger debütierte er bereits in der Verbandsliga, stieg mit der SG ab und versuchte sich an der Rückkehr, die diesen Sommer gelang. „Irgendwann soll es schon einmal in die Hessenliga gehen, ich bin ja noch jung“, antwortet Kutlu auf die Frage nach seinen sportlichen Ambitionen. Das hessische Oberhaus könnte eventuell gar in dieser Saison bereits ein Thema werden. Als nächste Aufgabe wartet der Tabellenvorletzte SG Schauenburg. Eine Pflichtnummer?  „Es ist immer schwierig gegen Gegner aus dem Tabellenkeller zu spielen. Die werden defensiv spielen und uns wenig Platz bieten", wiegelt Kutlu ab und gibt die Marschroute vor: „Wir müssen in den ersten 15 bis 20 Minuten ein Tor schießen, dann sollte es einfacher werden.“ Halil Kutlu hätte gegen einen eigenen Treffer sicher nichts einzuwenden - zur Not schnürt er einen Doppelpack, um seinen Jungs die nächsten Zähler zu bescheren. (Tobias Herrling) +++

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