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Im Abstiegskampf angekommen

Daniel PFALZGRAF trifft im Derby auf Ex-Klub - Endet die Pleite-Serie?

Daniel Pfalzgraf erzielte sein 65 Meter-Debüt-Treffer für Niederaula mit getaptem Schuh. Da staunte auch Haunetals Trainer Stefan Huff
Archivfotos: Hans-Hubertus Braune

30.10.2015 / FUSSBALL - Gruppenligist SG Niederaula/Hattenbach ist im Abstiegskampf angekommen. Nach fünf Niederlagen in Folge rutschte die Mannschaft von Trainer Thomas Willems auf Tabellenplatz 14. Nur gut, dass jetzt das abgeschlagene Schlusslicht SG Hessen/Spvgg. Hersfeld (Samstag, 16 Uhr) wartet - könnte man meinen. Doch Niederaulas Daniel Pfalzgraf mahnt zur Vorsicht.


Pfalzgraf war einer jener zahlreichen Spieler, die vor der Spielzeit die "Hessen" verlassen haben. "Die sportliche Perspektive hat den Ausschlag für Niederaula gegeben. Nachdem klar war, dass in Hersfeld nahezu die ganze Mannschaft und auch der Trainer geht, habe ich entschlossen, auch zu wechseln", sagte der Innenverteidiger über seine Beweggründe. Ein Verbleib in Hersfeld sei durchaus eine Option gewesen, gibt Pfalzgraf zu, die große Fluktuation habe ihn zum Umdenken bewogen.

In Niederaula hat sich der 23-Jährige sofort einen Stammplatz in der Innenverteidigung ergattert und eine Führungsrolle eingenommen. "Dazu wurde ich auch geholt, um diese Rolle auszuüben", sagt Pfalzgraf, der lediglich eine Partie verpasst hat, lapidar. Einen Start nach Maß erwischte der Gruppenliga-Dino in die neue Spielzeit und besiegte Aufsteiger Haunetal mit 7:0 - und auch Pfalzgraf feierte ein gelungenes Debüt. Er traf mit getaptem Schuh aus 60 Metern ins Tor. Die Mannschaft von Thomas Willems spielte in der Folge eine solide Spielzeit - bis Mitte September der Einbruch kam. "Man merkt immer, dass im zweiten Durchgang die Konzentration abhanden kommt. Wir waren nie unterlegen", sagt Pfalzgraf über die Negativ-Serie der SGN. Fünf Pleiten am Stück setzte es zuletzt und Niederaula rutschte auf Rang 14 ab. 

Dafür hat Daniel Pfalzgraf eine weitere Begründung: "Das Problem ist einfach, dass sich die Mannschaft noch finden muss. Wir haben vier Spieler ohne Gruppenliga-Erfahrung geholt und erfahrene Stützen verloren, das ist noch ein Prozess, den die Mannschaft gerade durchläuft", so Pfalzgraf, der in Kassel Maschinenbau studiert und nur eingeschränkt trainieren kann. "Meistens ist es so, dass ich das Abschluss-Training am Freitag mitmache", erzählt Pfalzgraf. Beim Hessenligisten OSC Vellmar trainiert der Student gelegentlich mit, um im Rhythmus zu bleiben. "Das ist ein tolles Niveau und sehr intensiv", so Pfalzgraf.

Auf Seiten des Gegners am Samstag kennt Daniel Pfalzgraf aus alten Tagen nur noch Michael Geist, dennoch spricht er von einer "besonderen Brisanz", die in diesem Derby stecke. "Sie werden alles versuchen, wir dürfen sie nicht auf die leichte Schulter nehmen", warnt Pfalzgraf, der vor allem in der Defensivarbeit Nachholbedarf sieht. "Wir kassieren unglaublich viele Gegentore. Ich würde gar nicht sagen, dass es an der Viererkette liegt, es liegt eher am kompakten verteidigen. Da müssen wir uns verbessern", zeigt der Neuzugang die Schwächen auf. Diese gilt es am Samstag abzustellen, um gegen das punktlose Schlusslicht keine böse Überraschung zu erleben. (Tobias Herrling) +++



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