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RSV Petersberg - SV Flieden II 4:1 (2:0)

Standards bringen RSV den Sieg - Gäste mit schwacher Vorstellung

Jubel beim RSV Petersberg über den 4:1-Erfolg gegen Flieden II
Foto: Tobias Herrling

19.10.2015 / FUSSBALL - Gruppenliga-Tabellenführer Petersberg gab sich gegen Fliedens Reserve keine Blöße und siegte am Sonntag verdient mit 4:1 (2:0). Zwar benötigten die Schützlinge von Goran Gajic drei Standardsituationen, um zu ihren Toren zu kommen, die Gäste erspielten sich aus dem Spiel heraus aber kaum eine Möglichkeit und zeigten eine schwache Vorstellung.


Nach dem Spiel bestand Redebedarf bei den Gästen. Trainer Torsten Weber versammelte seine Schützlinge noch auf dem Spielfeld. Inhalt der Unterredung? "Wir besprechen Dinge, die in der Mannschaft passieren immer intern. Und heute gab es das ein oder andere, was man einfach mal ansprechen musste", sagte Weber, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft wenig einverstanden war. "Ich habe festgestellt, dass wir heute keine gutes Spiel gemacht haben."

Dass Flieden bereits nach zwei Minuten in Rückstand geriet, sollte das Unterfangen beim Tabellenfüher auch nicht gerade einfacher machen. Patrick Wingenfeld brachte einen Freistoß in den Strafraum, der Ball wurde zu Julian Wehner geköpft, der nur noch den Kopf hinhalten musste - Blitzstart für den RSV. "Das war für uns natürlich ein super Start", freute sich Petersbergs Trainer Goran Gajic, der in Durchgang eins einen zerfahrenen Auftritt mit vielen Fehlpässen sah. Für das 2:0 sorgte dann erneut eine Standardsituation, als Kubilay Kücükler den Ball aus kurzer Distanz gefühlvoll über SV-Torwart Simon Ludwig hebte (27.). Zuvor parierte Ludwig gegen Alexander Kilian (10.), Patrick Müller (18.) und Kücükler (28.). Von Flieden kam nach vorne so gut wie nichts, ein Schuss von Denis Nuspahic sollte der einzige Abschluss in Halbzeit eins sein (19.).

Ein satter Schuss von Müller, der schon nach einer Viertelstunde für den angeschlagenen Boris Aschenbrücker eingewechselt wurde, parierte Ludwig sehenswert (34.). Wenig später leistete sich Fliedens Schlussmann einen Patzer, als er über den Ball schlug und fast das 0:3 kassierte (40.). "In der zweiten Hälfte haben wir viel besser gespielt, waren viel präsenter und haben verdient das Ergebnis nach oben geschraubt", so Gajic weiter.

Zunächst knallte Wingenfeld einen Freistoß an die Latte (52.), dann sorgte wieder ein Standard für den dritten Treffer: Müllers Eckball köpfte Daniel Nüchter wuchtig in die Maschen (57.). Flieden agierte nun offensiver, versuchte sich Chancen zu erarbeiten und ließ den Hausherren viel Platz zum Kontern. Diese spielten die Petersberger aber nicht konsequent zu Ende. Buchone Marcel Martinez sorgte dann mit einem direkt verwandelten Freistoß für den 1:3-Anschluss, doch von Aufbäumen keine Spur. Zumal kurz darauf Nüchter den alten Abstand wieder herstellte und einen Gegenstoß mit einem Schuss ins lange Ecke vollendete (83.).

"Wir haben uns bei den Standards nicht gut angestellt, das war zu einfach. Und wenn man dann auf macht ist es klar, dass Konter entstehen. Aber unter dem Strich ist das 1:4 leistungsgerecht", sagte Fliedens Trainer Weber abschließend. Und Goran Gajic richtete den Blick auf das kommende Wochenende, wenn es zum Spitzenspiel gegen die SG Bronnzell kommt. "Jetzt können wir uns auf das Spiel vorbereiten. Das haben wir uns verdient." (Tobias Herrling)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

RSV Petersberg:
Christian Beikirch - Mario Vogt, Andreas Brzoza, Marc Aschenbrücker, Alexander Kilian - Andre von Pazatka-Lipinski, Julian Wehner, Patrick Wingenfeld, Daniel Nüchter, Kubilay Kücükler (68. Patrick Stupp) - Boris Aschenbrücker (15. Patrick Müller).

SV Flieden II:
Simon Ludwig - Cedric Trenkler, Philipp Mötzung, Andreas Heil (25. Dennis Scholz), Friedrich Darimond - Marc Götze (68. Daniel Klüh), Marcel Martinez, Dennis Nuspahic (60. Julian Elm), Nicolai Braun, Benedikt Kress - Felix Hack.

Schiedsrichter:
Andreas Henkel (Eiterfeld).

Zuschauer:
200.

Tore:
1:0 Julian Wehner (2.), 2:0 Kubilay Kücükler (27.), 3:0 Daniel Nüchter (57.), 3:1 Marcel Martinez (80.), 4:1 Daniel Nüchter (83.). +++

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