Dauerbrenner brennt auf Derby-Sieg
Schlitzerland mit neuem Mut - TRABES: "Nach vorne geht immer was"
Archivfoto: Hendrik Urbin
09.10.2015 / FUSSBALL -
Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen: Aufsteiger SG Schlitzerland startete stark in die neue Gruppenliga-Saison und fügte dem Spitzenreiter RSV Petersberg seine einzige Niederlage zu. Doch dann verflog die Euphorie bei der Mannschaft von Bardo Hirsch und die SG rutschte in den Tabellenkeller. Rechtzeitig zum Derby am Samstag (16 Uhr) gegen die SG Niederaula/Hattenbach zeigt die Formkurve im Schlitzer Land aber wieder nach oben.
"Warum wir eingebrochen sind, ist schwer zu sagen. Es waren nicht immer alle Mann an Bord und wir hatten mit Verletzungen zu kämpfen", versucht sich Innenverteidiger Max Trabes an einer Erklärung für die acht Spiele am Stück, die seine Mannen ohne Sieg blieben. Nimmt man die Pokalniederlage (2:5) in Ilbeshausen dazu, waren es gar neun. Die Aufstiegs-Euphorie war jedenfalls verflogen und die Spielgemeinschaft aus Schlitz und Queck auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zumal es teils deutliche Pleiten gegen Johannesberg (4:6) und Künzell (3:6) setzte. Diese Spiele haben aber auch gezeigt: Schlitzerland ist immer für Tore gut, hinten aber anfällig. Rechtzeitig zum Duell mit Nachbar Niederaula/Hattenbach fuhren Trabes & Co. wieder einen Erfolg ein und agierten gegen Thalau (2:1) als Mannschaft kompakter. "Wir hatten einen Durchhänger, sind aber froh, dass wir wieder in die Spur gefunden haben und wollen am Samstag nachlegen", gibt Trabes die Marschroute vor.
Personell kann sein Trainer Bardo Hirsch vermutlich aus dem Vollen schöpfen, nachdem Florian Rippl nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung steht. Lediglich auf Marius Hampl (Auslandsaufenthalt) muss Hirsch noch längere Zeit verzichten. Mit ihm fehlt dem Angriff der SG sicherlich an Durchschlagskraft, doch ein Spieler gibt Trabes Hoffnung: "Kian Seyed Vossoughi hat letzte Woche getroffen, vielleicht kann er die Lücke schließen." Den Schwung aus dem Thalau-Spiel gelte es mitzunehmen. "In den letzten Spielen lief es besser, weil wir als Mannschaft besser gearbeitet haben", sagt Trabes und ergänzt: "Wir müssen versuchen, in der Defensive sicher zu stehen. Nach vorne geht bei uns immer was." Den samstäglichen Gegner schätzt er als ausgeglichene Mannschaft ohne den einen herausragenden Akteur ein. Das mache die Sache aber nicht einfacher, weil Niederaula dadurch schwerer zu berechnen sei. (Tobias Herrling)+++
Foto: Tobias Herrling