"Nicht zu unterschätzen"
Asbach will Favoriten ärgern - Fällt Steinbachs MÜNKEL aus?
Ob Florian Münkel (links) auflaufen kann ist noch fraglich
Archivfoto: Julius Böhm
08.10.2015 / FUSSBALL -
Tabellenspitze gegen Tabellenkeller: in der Verbandsliga steht am Sonntag (15 Uhr) ein Derby der Gegensätze auf dem Programm. Der SV Steinbach, Tabellenzweiter, empfängt den SVA Bad Hersfeld, der auf Tabellenplatz 13 rangiert. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Asbacher haben drei ihrer letzten fünf Begegnungen für sich entschieden.
Das weiß auch Steinbachs Trainer Karl-Josef Müller: "Man kann und darf diese Mannschaft nicht unterschätzen." Asbach sei zuletzt deutlich im Aufwind gewesen, auch wenn es vergangene Woche eine 0:1-Heimniederlage gegen Bad Soden gab. "Aber das ist eine Spitzenmannschaft der Liga", relativiert Müller das Ergebnis und verweist auf das starke 3:1 auf heimischen Terrain über Spitzenreiter Schwalmstadt. "Aber wir sind der Favorit und diese Rolle müssen wir auch annehmen", weiß "Kalle" Müller um die Rollenverteilung. Seine Schützlinge holten zuletzt dank einer furiosen Aufholjagd noch einen Zähler im Spitzenspiel bei Hessen Kassel II und zeigte große Moral. "Die Mannschaft ist körperlich in einem Top-Zustand, das hat man letzte Woche gesehen", so Müller weiter. Der Steinbacher Trainer muss weiterhin auf Petr Kvaca verzichten, zudem stehe hinter Stürmer Florian Münkel, der ein Schlag auf das Knie bekommen hat, ein großes Fragezeichen.
Für Asbachs Trainer Frank Ullrich lautet das Motto für den Sonntag: "Wir haben nichts zu verlieren." Schließlich gastiere man bei einer Spitzenmannschaft der Liga mit einer "sehr, sehr guten Offensive". Die Marschroute sei daher klar: "Wir versuchen, das Ergebnis so lange wie möglich offen zu gestalten und wollen natürlich zählbares mitnehmen - chancenlos sind wir nicht", so Ullrich weiter. Gerade der Erfolg über Tabellenführer Schwalmstadt habe gezeigt, dass seine Schützlinge auch gegen Favoriten bestehen können. Dass zuletzt das Heimspiel gegen Bad Soden verloren wurde, war für Frank Ullrich kein Beinbruch, zählt er die Sprudelkicker doch als Spitzenmannschaft, die am Ende im oberen Drittel landen werde. "Wir sind eine junge Mannschaft, die sich noch im Lernprozess befindet, aber auf einem guten Weg ist", so Ullrich, der ergänzt: "Wir sind im Soll, aber aus den nächsten Spielen müssen wir Punkte mitnehmen." Denn nach den Spielen gegen Steinbach und Lehnerz II warten die direkte Konkurrenten Sand, Korbach und Eschwege. Gegen unerwartete Zähler gegen eine Spitzenmannschaft hätte Frank Ullrich sicherlich nichts einzuwenden. (the)+++
Geht Steinbachs Weg nach oben, wie Trainer Karl-Josef Müller anzuzeigen vermag?
Archivfoto: Julius Böhm
Asbachs Trainer Frank Ullrich
Foto: Hans-Hubertus Braune