SG Bad Soden - KSV Hessen Kassel 5:4 (5:0)
Sprudelkicker erst "perfekt", dann zitternd - MEHIC: "Selten erlebt"
Archivfoto: Julius Böhm
28.09.2015 / FUSSBALL -
Dass im Fußball selbst eine 5:0-Führung nicht den sicheren Sieg bedeutet, musste die SG Bad Soden am Sonntag im Heimspiel gegen Hessen Kassel II erfahren. Die Mehic-Mannschaft zeigte eine erste Halbzeit am Rande der Perfektion und führte deutlich, brachen im zweiten Durchgang aber ein und zitterten sich zu einem 5:4-Erfolg.
"Die Art und Weise wie wir in Durchgang eins gespielt haben, war fast perfekt", war Sead Mehic von seinen Schützlingen beeindruckt. Kombinationsfreudig und abschlussstark, so zerlegten die Sprudelkicker den Tabellendritten in seine Einzelteile. "Wir haben aus sieben Chancen fünf Tore gemacht", sagte Mehic. Zweimal war es Niklas Dietz, der an der Latte und an Torwart Christoph Winterhagen scheiterte. Da führte Bad Soden nach einer furiosen Anfangsphase und den Treffern von Tim Mulfinger (3.), Dietz (6.) und Sven Hassler (8.) schon mit 3:0. Später erhöhten erneut Mulfinger und Dietz auf das irrwitzige Halbzeitresultat von 5:0.
Was dann folgte, beschrieb Mehic so: "Wir haben uns einfach zu sicher gefühlt und haben zu passiv agiert." Ein Eigentor von Anton Römmich leitete die Aufholjagd der Gäste ein. Dann brachte ein Doppelpack von Justin Schumann die "Hessen" auf 5:3 heran, die nun Morgenluft witterten. Als Schiedsrichter Marcu Rolbetzki auf Elfmeter entschied und Rolf Sattorov verwandelte, begann das große Zittern für Bad Soden. "Da hat der Schiedsrichter eine unglückliche Figur gemacht, den muss man nicht pfeifen", haderte Mehic. Aber seine Schützlinge schafften es, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen und einen verdienten Erfolg einzufahren. "So etwas habe ich selten erlebt", musste Mehic dann schmunzeln. (the)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Hessen Kassel II: Christoph Winterhagen - Usman Mobarak (68. Marvin Feldmann), Eray Evecit, Rolf Sattorov, Murat Osmanoglu, Taekhyun Lee (46. Tobias Friele), Rene Ochs, Justin Schumann, Marco Heussner, Andrej Cheberenchuk, Jens Wörner.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg).
Tore: 1:0 Tim Mulfinger (3.), 2:0 Niklas Dietz (6.), 3:0 Sven Hassler (8.), 4:0 Tim Mulfinger (28.), 5:0 Niklas Dietz (44.), 5:1 Anton Römmich (50., Eigentor), 5:2 Justin Schumann (54), 5:3 Justin Schumann (59.), 5:4 Rolf Sattorov (78., Foulelfmeter).+++