Katze zu Tode gequält?

PAULINE misshandelt und ersäuft - "Solch ein Mensch kann nur krank sein"

Dieses grauenhafte Bild möchten wir Ihnen, liebe Leser, nicht unzensiert antun.
Bilder: Verantwortung Leben

24.09.2015 / FULDA - Pauline hatte das Genick und die Beine gebrochen, war am ganzen Körper von Hämatomen übersät und lag leblos neben einem gelben Eimer am Fuldaer Frauenberg. "Diese Katze wurde so lange gequält, bis sie tot war. Jemand hat ihr ganz bewusst Leid zugefügt und sie dann im Eimer ersäuft", legt sich Silke Gramatzki-Wieczorek vom Tierschutzverein "Verantwortung Leben" fest. Ein Gassigänger hatte das tote Tier am Mittwochmorgen gefunden und sofort den Verein und die Polizei informiert.

Erst vor vier Wochen hatte "Verantwortung Leben" Pauline und 28 weitere Kater und Katzen aus einem Messihaushalt im Vogelsbergkreis übernommen. "Wir haben alle 29 Tiere bundesweit auf Tierheime verteilt. Fünf davon wurden auch im Fuldaer Tierheim untergebracht - darunter auch Pauline", erzählt die Vorsitzende des Vereins im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Die Katzen seien alle sehr lieb und verschmust gewesen. Pauline, eine weiße Katze mit schwarzer Zeichnung an Rücken und Kopf, besonders.

Vor fünf Tagen, am 19. September, sei das zwei Jahre alte Kätzchen von einem Mann aufgenommen worden. Seit gestern ist Pauline tot. Dem selben Mann wurde erst vor einigen Wochen eine Katze vom Tierheim vermittelt. Dakota wurde nach vier Tagen als vermisst gemeldet. "Ich bin einfach fassungslos, dass die Personen, an die Tiere abgegeben werden, nicht gründlich ausgewählt werden. Ein Mensch der ein Tier so quält, kann nur krank sein. Ich vermute, dass beide Tiere tot sind und der Täter wollte, dass das Tier gefunden wird", war Silke Gramatzki-Wieczorek den Tränen nahe.

Schon vor einem Jahr sei die Geschichte des Katers "Merlin" durch die Medien gegangen. Der Kater wurde auch nahe des Frauenbergs misshandelt und mit vielen Brüchen aufgefunden. Wie durch ein Wunder überlebte das Tier. Paulines Kadaver wurde am Mittwoch zu einem Tierarzt zur Obduktion gebracht - er soll die genaue Todesursache herausfinden. Die Polizei hat den Mann, der Pauline aufnahm, noch am Mittwoch aufgesucht - "seit heute Nacht ist sie verschwunden", habe er gesagt.

Der Schmerz bei Silke Gramatzki-Wieczorek sitzt besonders tief, weil sie die Katze erst vor kurzem gerettet hatte und nun die Bilder des Kadavers sehen muss: "Wofür mache ich das ganze denn eigentlich? Ich hoffe sehr, dass die Tiere in Zukunft nur noch nach entsprechender Vor- und Nachkontrolle der neuen Besitzer abgegeben werden". Die polizeilichen Ermittlungen laufen. (Julius Böhm) +++




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