Neuausrichtung und Satzungsänderung
Hess. Skiverband - mehr Förderung der Breiten- und Sommersportangebote...
Fotos: Dietmar Kelkel
21.09.2015 / GELNHAUSEN -
Der hessische Skiverband hat sich beim Verbandstag am vergangenen Wochenende im Gelnhäuser Main-Kinzig-Forum als Vereinsdienstleister neu aufgestellt. Die Delegierten beschlossen eine Neufassung der Ordnungen, die den Grundstein für eine Gleichbehandlung aller Abteilungen untereinander legen. Präsident Dr. Werner Weigelt (Altenhaßlau) warb für Ganzjahresangebote in den Vereinen, um der negativen Mitgliederentwicklung entgegen zu wirken. „Wir haben erstmals ein Vereinsforum dem Verbandstag angegliedert. Das ist eine gute Gelegenheit für die Skiclubs, sich über neue Wege im Breiten- und Sommersport zu informieren. Skigymnastik allein reicht nicht.“ Weitere Impulse für den Breitensport versprach sich der Präsident von der sich selbst organisierenden Verbandsjugend.
Das Sportinternat in Willingen sei mit einem Dutzend Plätzen mit einer Langlaufgruppe, den Biathleten und den Springern gut besetzt. „Die Erfolge der jungen Athleten zeigen eine aufstrebende Tendenz, wenngleich wir noch nicht da sind, wo wir hin müssen, um den Status als Bundesstützpunkt dauerhaft zu erhalten“, betonte Weigelt. Weitere Anstrengungen – besonders in der Nachwuchsgewinnung in den Stützpunkten Gersfeld, Retterode und Schotten – seien notwendig. Weigelt kündigte eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit an. So übernimmt der ehemalige Bensheimer Bürgermeister Thorsten Herrmann den neuen Posten eines Vizepräsidenten Kommunikation kommissarisch für die kommenden zwei Jahre. Im hessischen Skiverband sind 37800 Mitglieder in 242 Vereinen aktiv. „Wir haben in den vergangenen 25 Jahren 25 Prozent an Mitgliedern verloren und müssen Wege finden, junge Menschen für den Skisport zu begeistern.“ Hierbei soll auch das neue Leitbild des Skiverbandes helfen, das das Motto trägt: „Wir lieben die Natur und den Schneesport.“ Aufmerksamer Beobachter des Verbandstages war Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes. „Die Neuausrichtung des Skiverbandes ist schon fast Notwehr und eine notwendige Reaktion auf die neuen Strukturen im DSV“, so Müller.