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Angeschlagene Aufsteiger unter sich

Burghaun und Haunetal dezimiert - HARTMANN: "Sind einfach mal dran"

Uwe Hartmann nimmt seine Mannen in die Pflicht. Gegen Haunetal soll ein Sieg her.

18.09.2015 / FUSSBALL - Aufsteiger-Duell in der Gruppenliga: am Samstag (17 Uhr) empfängt der SV Burghaun die SG Haunetal. Während die Gäste neun Punkte aus neun Spielen sammelten, sind die Hausherren fast schon zum siegen verdammt. Erst ein Erfolgserlebnis schafften die Schützlinge von Uwe Hartmann und liegen mit drei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz.


Vier Zähler hatte sich der SV Burghaun aus den Spielen gegen Niederaula/Hattenbach und Haunetal vorgenommen. Ein Ziel, das nach der ersten Begegnung gegen einen direkten Konkurrenten schon nicht mehr zu erreichen ist. Das Gastspiel beim Gruppenliga-Dino wurde nach Führung noch 1:4 verloren, ein Sieg muss also her, um doch noch einigermaßen zufrieden zu sein. "Jetzt wollen wir die drei Zähler in Burghaun behalten. Aber der Druck hält sich bei uns in Grenzen", sagt Hartmann und ergänzt: "Aber wenn wir unsere Situation offen gestalten wollen, müssen wir drei Punkte holen." 

Der rasante Aufstieg vom Beinahe-Absteiger aus der Kreisoberliga zu einem Gruppenligisten lasse viele an die Grenzen stoßen. "Der Aufschwung kam so schnell, da wächst der Verein gar nicht mit. Und auch die Spieler stoßen an ihre Grenzen", erklärt Hartmann. Sein Kader bestehe zur Hälfte aus den Spielern, die vor anderthalb Jahren noch vor dem Sturz in die A-Liga stand. "Von daher wussten wir, dass es von Anfang an sehr schwer werden würde", gibt Hartmann zu. Von dem Duell mit dem anderen Aufsteiger, der SG Haunetal, erwartet Hartmann eine enge Kiste. "Wir haben aktuell eine ähnliche Taktik wie sie und werden versuchen, aus einer sicheren Abwehr zu spielen. Deshalb denke ich, dass es ein Abtasten geben wird", so Hartmann.

Während die Gäste aus seiner Sicht mit einem Punkt leben könnten, sei ein Sieg für Burghaun Pflicht, um die Ausgangslage zu verbessern und mit positiver Stimmung an die nächsten Aufgaben zu gehen. Warum es mit dem zweiten Sieg klappt? "Weil wir einfach mal dran sind. Wir haben schon gute Spiele gezeigt, aber wir müssen es auch einmal schaffen, über 90 Minuten hochkonzentriert zu sein", erklärt Hartmann. "Wenn die Mannschaft einen absoluten Willen zeigt, dann sind wir mit Sicherheit mit Haunetal auf Augenhöhe – und dann könnte eine Aktion entscheidend sein", erwartet Hartmann eine umkämpfte Partie.

Davon geht auch sein Gegenüber Stefan Huff aus, der gar einen Schritt weiter geht. "Ich denke, das wird ein Spiel, das mit Gruppenliga nichts zu tun haben wird." Und der Übungsleiter erklärt auch warum: "Beide Mannschaften haben mit argen Personalsorgen zu kämpfen und müssen Leistungsträger ersetzen." Daher habe man das Spiel auch ursprünglich verlegen wollen, was aber aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt hätte. "Jetzt müssen wir das Spiel spielen, egal wie. Auch wenn ich nicht weiß, wie das werden soll", hört sich Huff am Telefon etwas ratlos an.

Spielerisch sei daher keine Glanzleistung, sondern eine enge, umkämpfte Partie zu erwarten. "Die Mannschaft, die den größeren Willen zeigt und die Ausfälle besser kompensieren kann, wird das Spiel für sich entscheiden", glaubt Huff. Auf dem Papier geht dennoch seine SG Haunetal favorisiert in die Begegnung, zumal am letzten Wochenende ein Achtungserfolg gegen Künzell (1:1) erzielt werden konnte. "Das hat natürlich Selbstvertrauen gegeben, weil die Jungs auch sehen, dass man gegen Mannschaften überraschend punkten kann", sagt Huff und schränkt ein: "Das funktioniert aber nicht immer."

Überhaupt sei klar gewesen, dass das Abenteuer Gruppenliga ein äußerst schweres Unterfangen werden wird. "Wir nehmen hier kein Geld in die Hand, um unsere Mannschaft so zu verstärken, dass sie in der Liga bestehen kann. Das machen die Vereine aus dem Fuldaer Raum", zeigt Huff die Unterschiede auf. Er gibt aber zu, dass im Raum Fulda die Jugendarbeit besser sei und die Vereine dementsprechend Vorteile haben. Stefan Huff sieht es daher gelassen. "Wir können nur aus der Gruppen- in die Kreisoberliga absteigen, mehr nicht." (Tobias Herrling)+++

Wohin geht Haunetals Reise? Stefan Huff blickt skeptisch
Archivfotos: Hans-Hubertus Braune

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