Nebel sorgt für Spielabbruch
Luchse gewinnen verkürztes Testspiel - LÖRSCH bemängelt Zeitstrafen
Archivfoto: Luchse Lauterbach
16.09.2015 / EISHOCKEY -
Der so sehnsüchtig erwartete Test gegen die Harzer Falken endete am vergangenen Sonntag mit einem Spielabbruch nach dem 1. Drittel. Ohne Jens Feuerfeil, Freddy Bauer, Luca Rinke, (alle privat verhindert) und Gerry Zierk (krank) waren die Lauterbacher mit 16 Akteuren angereist. Viel Verkehr, Stau auf der A7 und Nebel. Das waren die Begleitumstände die den vergangenen Sonntag bestimmten. Die Luchse waren etwas verspätet in Braunlage eingetroffen und bereits während des Aufwärmens konnte man erahnen, wo die Partie hinführt. Am Ende des 1. Drittels brachen die Unparteiischen die Partie nach Rücksprache mit beiden Trainern ab.
„Die Gefahr für die Spieler war einfach zu groß“, so beide Trainer nach dem Abbruch. Dicker und dichter Nebel lag über der Eisfläche am Wurmberg. Trotz mühevollem Einsatz der ortsansässigen Feuerwehr war an ein Weiterspielen nicht mehr zu denken. Beide Trainer waren zu Beginn der Partie noch optimistisch, dass die Feuerwehr das Problem mit ihren Gebläsen in den Griff bekommen würde. Leider nein, musste man zum Ende des 1. Drittels feststellen.
Trotzdem lieferten die Luchse auch in Braunlage wieder eine respektable Leistung ab. Gestützt auf eine starke Leistung von Torwart Tim Stenger entwickelte sich schnell ein abwechslungsreiches Spiel. Nach wenigen Minuten gerieten die Luchse dann erstmalig in Unterzahl und zeigten, wie bereits in den Spielen zuvor, dass sie mit dieser Situation gut umgehen können. Kurz nach überstandener Unterzahl, folgte gleich die nächste Möglichkeit für die Gastgeber, in numerischer Überzahl zum Erfolg zu kommen. Aber auch diese Situation meisterten die Vogelsberger mit Bravour.
Kurz darauf gelang Nils Vogel das 2:1 für die Gäste. Benni Schulz hatte das Anspiel im gegnerischen Drittel gewonnen und Vogel markierte den zweiten Treffer per Direktabnahme. Unmittelbar danach unterbrachen die Schiedsrichter wegen des Nebels die Partie in der 16. Spielminute des 1. Drittels und schickten beide Teams vorzeitig in die Pause. Nach der Eisaufbereitung folgte der nächste Versuch, das Spiel fortzuführen. Zwar wurden die verbliebenen Spielminuten aus dem 1. Drittel noch nachgeholt, doch danach war Schluß. Die Schiedsrichter brachen die bis dahin interessante Partie ab, da die Gefahr für die Spieler zu groß war. Somit kehrten die Luchse mit einem positiven Erlebnis in den Vogelsberg zurück.
„Der Einsatz meiner Mannschaft hat zu jeder Zeit gestimmt. Jeder gibt bei jedem Einsatz sein bestes, das verdient meine höchste Anerkennung“ Defensiv haben wir eine tolle Leistung abgeliefert und die Chancenauswertung hat sich deutlich verbessert.“ Trotzdem war Trainer Arno Lörsch mit den vielen Strafzeiten natürlich nicht einverstanden. „Strafzeiten passieren, das ist okay wenn sie die letzte Option sind, um ein Tor zu verhindern, aber das waren zu viele, vor allem im Offensivbereich, daran werden wir arbeiten. Klar muss auch die Unterzahl trainiert werden, aber nicht permanent,“ so der Trainer mit einem Zwinkern im Auge
Bereits am kommenden Sonntag, den 20. September, kommt es dann zum Topspiel der Vorbereitung: Die Luchse treffen im eigenen Stadion auf die Harzer Falken. Anpfiff im Lauterbacher Steinigsgrund ist um 19:00 Uhr. (pm)+++