Kloster-Kreuzberg-Pokal

Das zwölfte Skispringen mit Minischanze und deutschen Meistern

Sport mit Aussicht: Springer auf der Schanze K 50

16.09.2015 / HASELBACH - Das Wetter hielt beim zwölften Skispringen um den Kloster-Kreuzberg-Pokal auf der Schanzenanlage oberhalb Haselbachs und die Mühen der Organisatoren vom RWV Haselbach haben sich gelohnt. Bei angenehmen Temperaturen gab es mit einem Probesprung und zwei Wertungsdurchgängen auch für die heuer zahlreich erschienenen Besucher einiges an Sprüngen zu sehen. Für die ganz jungen Skispringer wurde dieses Mal sogar die kleinste der Schanzen, die sogenannte Minischanze eingebaut, eine kleine Rampe, die unterhalb der K 16 zum Einsatz kommt. Sie durften nach dem Durchgang als Vorspringer außer Konkurrenz über die K 16 springen.

Die jungen Rhönadler waren mit ihrem neuen Sprunglauftrainer Maximilian Lange dabei und zeigten, was sie gelernt hatten. Unter den Fünfen ist Franz Eisenmann vom WSV Oberweißenbrunn schon ein alter Hase und seine Sprünge von 27,0 Meter und 27,5 Meter auf der K 30 gehörten zu den weitesten, womit er in seiner Altersklasse gewann. Ihr Trainer startete nach einigen Jahren Pause bei dem Wettbewerb in der am stärksten vertretenen Klasse auf der K 50. Maximilian Lange hatte erst vor drei Wochen wieder mit dem Sprunglauftraining begonnen, er erhält Unterstützung vom bisherigen Trainer der Rhönadler André Eichel, der auch die Wettkampfleitung inne hatte.

In der Klasse Junioren 19 bis Herren 29 startete auch Heiko Hackl (WSV Lauscha), der mit 51 Metern auf der K 50 die größten Sprünge des Tages machte und souverän der erste seiner Klasse wurde.

Mit Abstand die ältesten, immer wieder gern gesehenen Teilnehmer, aber nicht die schlechtesten, waren unter anderem der 66-jährige Johannes Orschel vom Tabarzer SV, der weitaus jüngere Springer auf der K 50 auf die hinteren Plätze verwies.

Die Veranstaltung konnte sich gar rühmen, einen deutschen Meister zu den 27 Teilnehmern zu zählen, nämlich Walther Gräf, ebenfalls vom Tabarzer SV. Er wurde vor einigen Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Lauscha erster seiner Klasse und ist mittlerweile auch der älteste Skispringer Deutschlands. „In zwei Wochen werde ich 71“, strahlte er über das ganze Gesicht. „Ich bin etwas im Trainingsrückstand, deshalb springe ich heute auf der K 30“, erklärte er dem interessierten Besucher. Auf die Frage, ob man mit dieser Erfahrung denn noch einen Trainer benötige, antwortet Gräf ganz nachdrücklich: „Natürlich, man wartet regelrecht auf die Anmerkungen des Trainers, ohne ihn geht gar nichts.“



Hinter ihm steht sein Fanclub, eine Gruppe von Leuten, die den Besuch des Wettkampfes auf den Kreuzbergschanzen mit einer Motorradtour durch die Rhön verbunden haben.

Und noch eine Rekordhalterin gehörte zu den Teilnehmern: Lara Liedloff vom WSV Steinbach (Thüringischer Skiverband) ist bislang mit acht Jahren die jüngste deutsche Springerin auf einer 40-Meter-Schanze. Auf den Kreuzbergschanzen hätte die mittlerweile zehnjährige über die K 30 springen müssen, sie zog jedoch die Sprünge auf der K 50 vor und kam dabei auf den zweiten Platz ihrer Klasse.

Bei der Siegerehrung überreichten der Bürgermeister Bischofsheims Udo Baumann und der zweite Landrat Josef Demar die Pokale an die Sportler aller Altersklassen. Die meiste Freude daran schienen die jüngsten zu haben, was an den vor Freude strahlenden Augen abzulesen war.+++

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