Ultratraillauf durch das Tiroler Karwendelgebirge
Erfolgreiche Teilnahme von Jörg KIEL - 2.300 Aufstiegshöhenmeter zu absolvieren
Fotos: Jörg Kiel
03.09.2015 / LAUFSPORT - Der Petersberger Langstreckenläufer Jörg Kiel hat am vergangenen Wochenende in Österreich den legendären „Karwendelmarsch“ über 52 Kilometer erfolgreich absolviert. Der Lauf führte von Scharnitz in der Olympiaregion Seefeld quer durch das südliche Karwendelgebirge bis nach Pertisau am Achensee. Dabei waren unglaubliche 2.300 Aufstiegshöhenmeter zu absolvieren.
Auch wenn es sich um eine Laufveranstaltung handelt, ist ein grosser Teil der Aufstiege läuferisch nicht zu bewältigen. Da die Strecke zu Beginn und am Ende ebenerdig beziehungsweise leicht abschüssig verläuft, entfallen die 2.300 Höhenmeter effektiv auf nur 35 Kilometer. Wie man dem Höhenprofil entnehmen kann, wechseln sich extrem fordernde Aufstiege, die teils als schmale Klettersteige ausgebildet sind, mit sehr steilen Abstiegen, welche nahezu ausschliesslich auf losem Geröll zu überlaufen sind, ab. Kaum hatte man einen Anstieg überstanden, ging es auch genau so steil wieder „abbi“. Die Freude im Tail währte dann wieder nur kurz, da man schon erahnen konnte, wie hoch es wieder hinauf gehen würde. Der Startpunkt liegt auf 967 Meter Höhe, das Ziel auf 932 Meter. Zwischendurch geht es dreimal auf den Gipfel über 1.850 Meter Meereshöhe, der höchste Punkt der Strecke liegt gar bei 1.906 Meter. Somit war das Ganze eine sehr anspruchsvolle Veranstaltung, die zudem auch noch bei Spitzentemperaturen von bis zu 34 Grad und praller Sonneneinstrahlung bewältigt werden wollte. Die Quote derer, die vorher aufgaben, war dementsprechend hoch.
Jörg Kiel benötigte für die gesamte Distanz 8:51:03 Stunden und erreichte damit eine Platzierung im guten Mittelfeld. „Die Zeit ist bei solchen Läufen völlig nebensächlich, zumal es landschaftlich unglaublich genussvoll war“, schildert der Athlet. „Da ich bislang nur schnelle Marathons und Ultraläufe bis zu 125 Kilometer auf flachen Strecken gelaufen bin, habe ich ganz bewusst mal so ein Trailabenteuer gesucht. Es ist gut möglich, daß es nicht das letzte dieser Art war.“ (pm)+++