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SVA Bad Hersfeld - KSV Hessen Kassel U 23 0:1 (0:0)

Asbacher Jungs zeigen Biss gegen Junglöwen - Gute Leistung nicht belohnt


Fotos: Hans-Hubertus Braune

27.08.2015 / FUSSBALL - Mehrmals fragt KSV-Trainer Thorsten Hirdes den Schiedsrichterassistenten an seiner Seite: "Wie lange ist denn noch?" Seine Junglöwen vom KSV Hessen Kassel U 23 führen beim SVA Bad Hersfeld hauchdünn mit 1:0 (0:0) - und sie retten den knappen Vorsprung über die Zeit. Klar, von der Spielanlage her und dem Ballbesitz, war der Erfolg des Tabellenführers aus Nordhessen schon verdient. Doch die Jungs vom Gastgeber zeigten den Junglöwen die Zähne, kämpften beherzt und erhielten von ihren Fans jede Menge Lob. Es war ein couragierter Auftritt vor rund 150 Zuschauern am Mittwochabend im Bad Hersfelder Stadtteil Asbach.

Auf acht Spieler musste Trainer Frank Ullrich verzichten - verletzungs- und krankheitsbedingt. "Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft, auch in der zweiten Halbzeit, da hatten wir noch die eine oder andere Chance. Wir haben über weite Strecken so gespielt, wie wir wollten, die Räume eng zu machen und den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Leider passiert in der zweiten Halbzeit das Tor, wo wir nicht richtig wach waren", sagte der Asbacher Coach. In der 49. Minute trafen die Junglöwen zum 0:1. Murat Osmanoglu legte das runder Leder auf Rolf Sattorov, der das letztlich goldene Tor erzielte. Ansonsten aber hatte der KSV nur wenige Tormöglichkeiten. "Wir hatten gefühlte 80, 90 Prozent Ballbesitz. Dafür haben wir aber zu wenige Chancen herausgespielt", sagte Kassels Trainer Thorsten Hirdes.

Dies lag an der guten Defensivarbeit der Asbacher, die beherzt zur Sache gingen. Angetrieben von Routinier Fabian Kallée, der bis zur seiner Auswechslung nach gut 60 Minuten seine Mannschaft immer wieder anfeuerte, motivierte und im Angriff für Unruhe sorgte, trauten sich die Gelb-Schwarzen immer mehr zu. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte im ersten Abschnitt Christian Pfeiffer, der frei vor dem Tor leicht verzog.

Nach der Pause probierten die Gastgeber trotz des Rückstandes alles und kamen öfters vor das Tor der Junglöwen. Pech hatte der pfeilschnelle Youngster Lucas Führer, der in einen missglückten Querpass der Gäste sprintete, doch Kassels Torhüter Christoph Winterhagen konnte den Schuss das Asbachers parieren, wenig später ging ein Freistoß von Sebastian Schuch über das Tor.

"Der Gegner hat kämpferisch dagegen gehalten, viel mit langen Bällen gespielt und war immer wieder brandgefährlich. Wenn wir nach einer Nachlässigkeit das 1:1 kassieren, brauchen wir uns nicht beschweren. Letztlich denke ich aber, dass das 1:0 für uns schon verdient ist", sagte Hirdes.Der SVA hat am kommenden Wochenende spielfrei und hofft, das nach dieser kurzen Pause zumindest einige der verletzten Spieler wieder an Bord sind. Gegen den Tabellenführer zu verlieren ist keine Schande, schon gar nicht in dieser Art und Weise (Hans-Hubertus Braune)

STATISTIK ZUM SPIEL:
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SVA Bad Hersfeld – Hessen Kassel II 0:1 (0:0)

SVA Bad Hersfeld: Sabela; Schreiber, Ebinger, Bernt, Pfeiffer (37. Mafuruse), Kallée (57. Yilmaz), Schuch, Mainz, Ewald, Führer, Müller-Siebert

KSV Hessen Kassel U 23: Winterhagen; Scherer, Mobarak, Sattorov, Osmanoglu, Lee (63. Ochs), Najjer (90. Friele), Schumann, Bredow (89. Heussner), Cheberenchuk, Wörner

Schiedsrichter: Timo Ide (Frielendorf)

Zuschauer: 150

Tor: 0:1 Rolf Sattorov (48.). +++

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